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Theater Bonn: Generalintendant Bernhard Helmich soll bis 2028 bleiben

Theater Bonn : Generalintendant Bernhard Helmich soll bis 2028 bleiben

Knapp zwei Jahre vor dem Auslaufen seiner Stelle will die Stadt den Vertrag von Generalintendant Bernhard Helmich verlängern. Er stünde bei Unterstüzung durch die Politik dann bis Mitte 2028 an der Spitze des Theaters Bonn.

Die Stadt Bonn möchte den Vertrag mit dem Generalintendanten der Bonner Bühnen, Bernhard Helmich, bis zum 31. Juli 2028 verlängern. Dies geht aus einer Beschlussvorlage für eine Sondersitzung des Kulturausschusses am 18. November hervor. Nach Beratung in weiteren Gremien soll der Rat am 9. Dezember abschließend entscheiden. Das teilt die Verwaltung mit.

Der bisherige Vertrag Helmichs endet Ende August 2023. Mit der vorgeschlagenen Verlängerung will die Verwaltung die bisherige Arbeit des Generalintendanten würdigen und neue Zukunftskonzepte miteinander verbinden. „Durch intensivere Kooperationen und strukturelle Vernetzungen in der kulturellen Szene, insbesondere mit dem Jungen Theater, soll ein stärkeres Miteinander gestaltet werden“, sagt Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger.

Das Theater soll sich weiterentwickeln

Oberbürgermeisterin Katja Dörner unterstützt den Vorschlag und lobt die „herausragende künstlerische Qualität von Oper und Schauspiel“. Die Vertragsverlängerung sei ein Bekenntnis zum Kulturstandort Bonn und zur Weiterentwicklung des Theaters. „Die Verlängerung ist auch deshalb bedeutend, weil die Öffnung der Bonner Kultur für alle sozialen Schichten eng mit dem Namen Bernhard Helmich verbunden ist“, sagt Dörner. „Kultur ist Nahrung für den Verstand und die Seele.“

Die zugesagte finanzielle Absicherung der Arbeit Helmichs sei richtig und wichtig. In der Beschlussvorlage wird eine solide Finanzierung des Theaters vorgeschlagen. Ihm wird als eigenbetriebsähnliche Einrichtung jährlich der von der Stadt zu zahlende Betriebskostenzuschuss in der bisherigen Höhe weitergewährt.

Trotz maroder Spielstätten und Einsparungen hat sich laut Schneider-Bönninger das Theater Bonn in den vergangenen Jahren „äußerst positiv“ entwickelt. Die Theaterleitung habe die pandemische Situation konstruktiv, mit Weitblick und verantwortungsvoll gesteuert.

Zu den Zukunftsaufgaben des Generalintendanten gehören neben der Zukunftssicherung der Theaterimmobilien die Weiterentwicklung der künstlerischen Schwerpunkte, die Etablierung eines Forums für Kulturvermittlung, strategische Partnerschaften (etwa mit den Vereinten Nationen), der aktive Einsatz für den Klimaschutz und ein „Marktplatz für Demokratie“. Das Theater Bonn versteht sich als Theater für alle und verfolgt eine breite Öffnungsstrategie mit Formaten in den Stadtteilen, mit der Belebung des Opernareals und der Rheinuferpromenade, mit digitalen Strategien und Dialogforen.

(bot)