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Laptops für Bonner Schule: Geräte für „Unterricht auf Distanz“

Laptops für Bonner Schule : Geräte für „Unterricht auf Distanz“

Die Deutsche Post DHL spendet 36 Laptops und Geld für das Mentoren-Programm, das sie am Robert-Wetzlar-Berufskolleg anbietet. Für die Schüler sind das die besten Voraussetzungen.

Nicht alle Schüler des Robert-Wetzlar-Berufskollegs haben die finanziellen Mittel, um sich einen Computer für daheim zuzulegen. Das Mentoren-Programm, das die Schule zusammen mit der Deutschen Post AG anbietet, erfordert aber auch „Unterricht auf Distanz“, erklärte Leiterin Birgit Hufnagel am Dienstag. Sie war mit Kollegin Johanna Sieling nach Rüngsdorf gefahren, denn dort ist der Standort von DHL Consulting der Post, und dort wurde den beiden eine sehr hilfreiche Spende übergeben. 36 Laptops erhält das Berufskolleg, bestückt mit Betriebssystem, Office-Paket sowie mit Mentoring- und Bewerbungs-Software.

Außerdem überreichte Jürgen Kraß vom IT-Service Deutschland der Post Hufnagel einen symbolischen Scheck über 1000 Euro. Die Rechner sind gebraucht und ausgemustert, wurden aber ordentlich wieder hergerichtet. Laut der Schulleiterin stehen die Geräte künftig in der Schule zu Übungszwecken zur Verfügung, können von den entsprechenden Schülern aber auch für den Zeitraum des Programms „Mentoring4you“ mit nach Hause genommen werden.

Dieses erstreckt sich in der Regel über zwölf Wochen, erläuterte Annette Mock von der DHL-Unternehmensverantwortung. Sie ist mit Themen wie der Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg befasst, organisiert dort seit 2017 Workshops, Weiterbildungen, Bewerbungstrainings und mehr. Knapp 180 ehrenamtliche Mentorentandems hat sie in den vergangenen drei Jahren begleitet. Dafür werden laut Sieling Berufsschüler ausgewählt, die in der Ausbildung oder auch in sozialen Belangen Unterstützung brauchen. Zu Beginn waren das laut Mock hauptsächlich Flüchtlingskinder.

Der Schüler oder die Schülerin erhält eine Eins-zu-eins-Betreuung mit einem Post-IT-Mitarbeiter. Das sei auch deshalb wertvoll, weil die Ansprachen nicht aus der Schule selbst kommen und die Schüler so ganz anders angesprochen und mitgenommen werden können. Einige Kontakte hätten sich auch über das eigentliche Programm hinaus erhalten, so Mock. Zu diesem gehören auch Exkursionen etwa in den Post Tower, wo die Schüler die Arbeit hautnah miterleben können, und ein pädagogischer Tag mit Workshops für Lehrer und Schüler.

„Das Mentoren-Programm ist auch ein wichtiger Baustein für die Integration in die Gesellschaft“, sagte Hufnagel. Gerade in Coronazeiten sei es für Teilnehmer schwer gewesen, sagte Mock. „Die Schulen sind ein Stück weit alleine unterwegs momentan.“ Deshalb freue sie sich, neben ehrenamtlichem Engagement auch Geld zur Verfügung stellen zu können. Die 1000 Euro sollen für Anschaffungen und Fortbildungen rund um das Programm verwendet werden sollen.