Veranstalter Geringer Umsatz bei Rhein in Flammen

Bonn · Auch einige Tage nach dem verregneten Großereignis Rhein in Flammen hat sich die Miene von Mitveranstalter Jürger Harder nicht aufgehellt. Denn es hat sich das bewahrheitet, was schon am Sonntag in der ersten Bilanz anklang.

Der Umsatz - über den die Landveranstaltung in der linksrheinischen Rheinaue finanziert wird - war noch nie so schlecht wie in diesem Jahr. Selbst die beiden Jahre, in denen das Gelände eingezäunt war, reichten da nicht heran. "Es gab teilweise Bierbuden, die noch nicht einmal ein 50-Liter-Fass verkauft haben", sagt Harder, der 22 Getränkebuden auf dem Areal verteilt hatte.

"Es war ein absolutes Minusgeschäft auch für Brauerei und Bierverleger. Dabei mussten wir trotzdem die Rheinaue logistisch so bestücken, als ob gutes Wetter wäre. Auch die Schausteller haben keinen Cent an der Veranstaltung verdient." Die Zahl von 50.000 Besuchern hält er für übertrieben.

"Es waren eher nur 25.000, und die sind auch erst spät auf das Gelände gekommen." Ob Harder am Interessenbekundungsverfahren teilnimmt, das die Stadt ausgelobt hat, um die Veranstaltung zu retten, ist noch unklar. Er werde das mit seinen Partnern überlegen und dann entscheiden. "Die Zeit dafür ist jetzt sehr knapp."

Das Problem dabei sei außerdem: Wenn die Stadt Bonn und die Tourismus & Congress GmbH sich finanziell nicht an der Landveranstaltung beteiligen wollen und darüber hinaus noch die Sponsoren mitnehmen, sei das Großereignis von einem Betreiber eigentlich nicht mehr zu stemmen.

"Wir brauchen eine Mischfinanzierung, bei der man nicht nur darauf angewiesen ist, Bier und Würstchen zu verkaufen", denkt Harder. Ob sich in dem Interessenbekundungsverfahren bereits Bewerber gemeldet haben, ist unklar. Wie die Stadt mitteilte, werde darüber vor Ende des Ausschreibungsverfahren (1. Juni) keine Auskunft gegeben.

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