1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Ministerien in Bonn: Gesundheitsminister will Außenstelle in Duisdorf aufgeben

Ministerien in Bonn : Gesundheitsminister will Außenstelle in Duisdorf aufgeben

Die Bonner Mitarbeiter sollen am Hauptsitz konzentriert werden. Laut Bundesminister Hermann Gröhe ist keine Stellenverlagerung nach Berlin geplant.

Das Bundesgesundheitsministerium will seine Bonner Mitarbeiter in einem Gebäude an der Rochusstraße konzentrieren. Ein bislang angemietetes Haus an der Duisdorfer Heilsbachstraße steht zur Disposition. Das sorgt für Unruhe bei einigen Ministerialbeamten – die Sorge vor einer Stellenverlagerung nach Berlin geht um, wie einem anonymen Brief an den GA zu entnehmen ist.

Doch das Ministerium widerspricht. Hintergrund sei, dass der Mietvertrag für das Haus an der Heilsbachstraße, in dem 45 Beschäftigte arbeiten, Ende 2017 auslaufe. Zur Zeit werde unter Beteiligung des Personalrates geprüft, wie die Mitarbeiter auf dem Gelände an der Rochusstraße 1 untergebracht werden können.

Dort sitzen neben dem Gesundheits- auch das Landwirtschafts- und das Arbeitsministerium. Die Umzugspläne hätten nichts mit Berlin zu tun, versichert eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Genau das ist auch aus den Reihen des Personalrats zu hören.

Die Ministeriumssprecherin bekräftigte das Bekenntnis des Gesundheitsministers Hermann Gröhe (CDU) zum ersten Dienstsitz Bonn. Gröhe hatte im Oktober bei einem Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) erklärt, dass die Mitarbeiter am Bonner Dienstsitz sowie weitere 1100 im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte „hier bleiben und keine Koffer packen“ sollen. Jetzt betonte die Sprecherin auf GA-Anfrage noch einmal: „Es sind keine Dienstpostenverlagerungen beabsichtigt.“

Eine leicht rückläufige Tendenz aus Bonner Sicht gibt es trotzdem: Im Juni hatte das Ministerium 303 Stellen in Bonn und 267 in Berlin. Im Vorjahr waren es 310 in Bonn, 234 in Berlin. Noch 2011 hatte der Bonner Dienstsitz 327 Stellen, der Berliner 174. In der Hauptstadt wird bis 2020 ein Neubau mit 380 Büroarbeitsplätzen errichtet.