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Endenicher Sportpark: Grünfläche mit demolierten Geräten

Endenicher Sportpark : Grünfläche mit demolierten Geräten

Eigentlich ist es ganz schön im Endenicher Sportpark, findet eine ältere Dame, die mit ihrem Enkelkind dort den Spielplatz besucht. Aber dann fallen ihr doch ein paar Dinge ein, die besser sein könnten.

„Es gibt zu wenig Bänke auf dem Spielplatz.“ Sie habe das Gefühl, „dass das alles nicht im besten Zustand ist“. Dieses Gefühl hatte auch Herbert Spoelgen von der Endenicher SPD, und zwar für die ganze Parkanlage. Er regte eine Umfrage unter Endenicher Jugendlichen an und sichtete das Gelände. Ergebnis: Da ist einiges zu tun. Gestern traf er sich mit Kollegen der eigenen, aber auch anderer Parteien zu einem Rundgang.

Sie marschierten an Fahrradständern vorbei, die unter Gestrüpp und herbstlich gefärbten Blättern kaum zu erkennen sind und deshalb den Eindruck erwecken, jahrelang nicht genutzt worden zu sein. Auf dem Bolzplatz neben dem Sportplatz, auf dem gerade Kunstrasen angebracht wird, stellten sie viele recht tiefe Löcher fest, in denen Bälle verspringen und sich Kinder die Beine brechen können. Am Rand ragen unter dem Bewuchs noch Sitzbänke hervor.

Die Jugendlichen, so Spoelgen, wünschten sich einen Grillplatz. Dafür würde sich eine schmucke, von Bäumen eingerahmte Rasenfläche am Wegesrand anbieten. „Hier gibt es rundherum kaum Anwohner“, meinte Spoelgen. Es wurde diskutiert, wer denn dann so etwas wie Aufsicht führt oder den Platz betreut. Elmar Conrads-Hassel (FDP) regte an, das könne doch der Endenicher Sportverein übernehmen.

Generell müsste mal wieder an vielen Stellen der Bewuchs zurückgeschnitten werden, stellten die Beteiligten fest. Die Parteien, wurde angeregt, könnten die Nachbarn ins Boot holen – die hätten sicher auch ein Interesse daran, dass es hinter ihren Häusern schön aussieht. Auch der Spielplatz und die Boulebahn wachsen langsam zu, in dem umzäunten Ballsport-Areal wachsen Zweige durch den Zaun, ein Basketballkorb ist demoliert. Auf der Skaterbahn fehlen schon einige Elemente. Um all das soll sich die Stadt mal kümmern, finden die Politiker parteiübergreifend. Jedenfalls fand der Antrag, den die SPD-Bezirksfraktion auf Spoelgens Betreiben hin in die Bezirksvertretungssitzung am 29. November einbringt, auch bei den Kollegen von CDU, FDP und Bürger Bund Zustimmung. Von Seiten der Stadt war dazu gestern kein Statement zu bekommen.

Student Lukas Kotulla mag den Park trotz allem. In der Mittagspause gehe er dort gerne spazieren. Er hat ein anderes Anliegen: „Es war schwer, diesen Park zu finden.“ Er fand ihn erst übers Internet. Eine Ausschilderung fände er deshalb sehr sinnvoll.