Kommentar zur Grundsteuerreform Die Stadt Bonn darf Wohnen nicht noch teurer machen

Bonn · Gut gemeint, schlecht gemacht: Die Grundsteuerreform dürfte Mieter und Wohneigentümer in Bonn ab 2025 zusätzlich belasten. Das können die Ratskoalition und Oberbürgermeisterin Katja Dörner eigentlich nicht zulassen - doch die klamme Kommune hat kaum noch finanziellen Spielraum.

 Der Grundsteuerhebesatz in Bonn liegt bereits bei 680 Punkten. Ab 2025 droht eine Steigerung.

Der Grundsteuerhebesatz in Bonn liegt bereits bei 680 Punkten. Ab 2025 droht eine Steigerung.

Foto: Benjamin Westhoff

Bonn ist ein schönes, aber teures Fleckchen Erde. Das bekommt jeder zu spüren, der hier Wohnraum mieten oder kaufen will. Bonn gehört zur Spitzengruppe deutscher Städte, in denen rund ein Drittel des Haushaltseinkommens für Miete oder Kaufrate, Nebenkosten und Heizung draufgeht – die Obergrenze dessen, was Verbraucherschützer noch für verkraftbar halten. Und Besserung ist nicht ansatzweise in Sicht. In der Stadt wird viel zu wenig gebaut, um den Bedarf zu decken.