Verschiebung der Steuerbelastung in Bonn Was die Grundsteuerreform für Eigentümer und Mieter bedeuten würde

Bonn · Als Folge der Grundsteuerreform droht eine Verschiebung der Steuerbelastung von Gewerbe- auf Wohnimmobilien. Würde die Stadt ihren Hebesatz so senken, dass die Last für Mieter und Wohneigentümer gleich bleibt, fehlen Bonn 15 Millionen Euro im Haushalt. Sind die Fraktionen dazu bereit, und wie wollen sie diese Lücke ausgleichen?

 Die Grundsteuer B betrifft jeden: Hausbesitzer können sie über die Betriebskosten auf Mieter umlegen.

Die Grundsteuer B betrifft jeden: Hausbesitzer können sie über die Betriebskosten auf Mieter umlegen.

Foto: Benjamin Westhoff

Nach Prognosen der Stadt würde die ab dem 1. Januar 2025 bundesweit geplante Grundsteuerreform Hauseigentümer und über die Betriebskostenumlage auch Mieter alles in allem mit zusätzlichen zehn Millionen Euro belasten. Geschäftsgrundstücke würden auf der anderen Seite um einen Betrag zwischen 13 und 14 Millionen Euro entlastet. Vorausgesetzt, der Hebesatz bliebe unverändert bei 680 Prozent. Die Zahlen teilte das Presseamt auf Nachfrage mit. „Diese Verschiebung sollte durch eine landesseitige Regelung ausgeglichen werden, da differenzierte Hebesätze auf kommunaler Ebene nicht rechtssicher umsetzbar sind“, sagte Vizestadtsprecher Marc Hoffmann. Der bisher vorliegende Gesetzentwurf der schwarz-grünen Landesregierung sieht vor, dass die Kommunen für Gewerbe- und Wohnimmobilien unterschiedliche Hebesätze festlegen können.