Beethoven, SSIO, Querbeat & Co. Musikhits made in Bonn

Bonn · Nicht nur Ludwig van Beethoven, SSIO und Querbeat beweisen: Die Musikszene der Bundesstadt ist vielfältig. Wir stellen die wichtigsten Künstlerinnen und Künstler mit Bezügen zu Bonn vor - und präsentieren ein paar Geheimtipps.

Die Brasspop-Band Querbeat stammt aus Bonn.

Die Brasspop-Band Querbeat stammt aus Bonn.

Foto: Ingo Firley

Von Klassik über Gangsta-Rap bis hin zu Brasspop: Musikalisch hat Bonn viel zu bieten. Wir stellen Ihnen neben den beliebtesten Hits und Künstlerinnen und Künstlern aus der Bundesstadt auch einige echte Geheimtipps der vielfältigen Musikszene Bonns vor.

Ludwig van Beethoven

Zweifellos ist Ludwig van Beethoven der größte Sohn der Stadt Bonn. Der berühmte Komponist wurde im Jahr 1770 in der Bundesstadt geboren. Dort macht er sich vorrangig als Klaviervirtuose einen Namen, komponierte aber bereits erste Stücke wie die „Musik zu einem Ritterballett“. Mit 22 Jahren zog es ihn dann nach Wien, wo er mit Kompositionen wie dem Klavierstück „Für Elise“, der Mondscheinsonate, der 9. Sinfonie oder seiner Oper „Fidelio“ zu weltweitem Ruhm gelangte. Bis heute gilt Beethoven als einer der besten Komponisten der ganzen Musikgeschichte.

 Der in Bonn geborene Ludwig van Beethoven wurde als Komponist weltberühmt.

Der in Bonn geborene Ludwig van Beethoven wurde als Komponist weltberühmt.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Natalie Horler (Cascada)

Mit Dancetracks wie „Evacuate The Dancefloor“ und „Everytime we touch“ landete Natalie Horler mit ihrer Band Cascada in den frühen 2010ern echte Hits. Geboren wurde die Sängerin im Jahr 1981 in Bonn. Sie besuchte die Liebfrauenschule in der Bonner Südstadt, die sie als 17-Jährige mit der Fachhochschulreife verließ, um sich fortan ganz der Musik zu widmen. Im Jahr 2002 gründete sie die Band Cascada, mit der sie 2013 am Eurovision Song Contest in Malmö teilnahm. Zuletzt veröffentlichte die Band im Jahr 2021 mit Pascal Languirand das Lied „One last Dance“.

Die Cascada-Frontfrau Natalie Horler wuchs ebenfalls in Bonn auf.

Die Cascada-Frontfrau Natalie Horler wuchs ebenfalls in Bonn auf.

Foto: dpa

Manian (Cascada, R.I.O.)

Mit Manian, bürgerlich Manuel Reuter, stammt noch ein weiteres Gründungsmitglied von Cascada aus Bonn. Der im Jahr 1978 in der Bundesstadt geborene Produzent gilt bis heute als einer der erfolgreichsten deutschen Musiker im Bereich der Dance-Musik. Neben Cascada war Manian noch an weiteren Projekten wie der Band R.I.O. beteiligt. Des Weiteren ist er als Solo-Künstler aktiv.

Xatar

Der Rapper und Musikproduzent Xatar, bürgerlich Giware Hajabi, floh im Jahr 1985 als Vierjähriger mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland. Xatar wuchs auf dem Brüser Berg in Bonn auf und besuchte dort unter anderem das Hardtberg-Gymnasium. Im Jahr 2007 gründete er sein Label „Alles oder Nix Records“, wo er unter anderem SSIO und Schwesta Ewa unter Vertrag nahm. Zu seinen bekanntesten Songs zählen unter anderem „Ebbe & Flut“ und „Iz da“. Aufmerksamkeit erlangte Hajabi überdies mit seinem Überfall auf einen Goldtransporter im Jahr 2009, für den er rund drei Jahre in Haft saß. Der Gangsta-Rapper lebt bis heute in der Bundesstadt. Mit seinem Lied „Ich will hier nicht weg“ hat er der Papageiensiedlung in Bonn ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Der Gangsta-Rapper Xatar ist seiner Heimatstadt Bonn treu geblieben.

Der Gangsta-Rapper Xatar ist seiner Heimatstadt Bonn treu geblieben.

Foto: Ingo Firley

SSIO

Mit SSIO, bürgerlich Ssiawosch Sadat, lebt noch eine zweite Hip Hop-Größe in Bonn. Der Gangsta-Rapper wurde im Jahr 1989 in der Bundesstadt geboren und wuchs in Bonn-Tannenbusch auf. Seit 2007 steht Sadat bei Xatars Label „Alles oder Nix Records“ unter Vertrag. Bundesweit bekannt wurde er unter anderem mit Liedern wie „Nullkommaneun“, „Bonn 17“ oder „Nuttööö“. Neben seiner Musik-Karriere studiert SSIO an der Hochschule Koblenz.

Querbeat

Die Brasspop-Band Querbeat ist ein echt bönnsches Gewächs: Insgesamt sieben der 13 Mitglieder haben das Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel besucht. Die schon im Jahr 2001 von Erhard Rau, Trompeter bei Köbes Untergrund, gegründete Band war zunächst im Karneval aktiv. Mit Songs wie „Colonia Tropical“, „Hück oder nie“ oder „Nie mehr Fastelovend“ hat sich die Gruppe seitdem auch über Köln hinaus einen Namen gemacht. Bis heute ist Querbeat allerdings fest im Rheinland und in Bonn verwurzelt.

Sieben der Querbeat-Mitglieder besuchten das Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel.

Sieben der Querbeat-Mitglieder besuchten das Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel.

Foto: Monsterpics/Moritz Kuenster

Bushido

Auch Bushido, bürgerlich Anis Mohamed Youssef Ferchichi, hat Wurzeln in Bonn. Der Gangster-Rapper und Produzent wurde im Jahr 1978 in der Bundesstadt geboren, bevor er im Alter von drei Monaten mit seiner Mutter nach Berlin zog. Mit Songs wie “Alles wird gut“, „Panamera Flow“ und „Für Immer Jung“ prägt Bushido seit 20 Jahren die Musikszene von Deutschland. Als Inhaber des Plattenlabels „Ersguterjunge“ ist er überdies als Produzent tätig.

Der Ganster-Rapper Bushido ist ebenfalls gebürtiger Bonner.

Der Ganster-Rapper Bushido ist ebenfalls gebürtiger Bonner.

Foto: DPA

Makeda

Die Sängerin Makeda, bürgerlich Makeda Michalke, wurde einer breiteren Öffentlichkeit im Jahr 2019 als Finalistin des Eurovision Song Contest bekannt. Sie wurde im Jahr 1990 in Bonn geboren und wuchs dann in Plittersdorf auf. An der Liebfrauenschule, wo sie das Abitur machte, sammelte Makeda als Schülerin auch ihre ersten Gesangerfahrungen. Mit dem Song „The Day I Loved You Most“ erreichte sie bei „Unser Lied für Israel“ letztlich den zweiten Platz. Im Jahr 2020 veröffentlichte sie die Solo-Single „Fabulous“.

Sugar MMFK, Clara Clasen und weitere Newcomer

Neben fest etablierten Musikgrößen stehen in der Bundesstadt auch einige Newcomer in den Startlöchern. Der in Bonn lebende Rapper Sugar MMFK landete zum Beispiel mit „Trikot von Paris“ im Jahr 2018 einen Hit. Regelmäßig auf Bühnen in Bonn zu Gast ist auch die Songwriterin Clara Clasen, die zuletzt den Song „late to the party“ veröffentlichte. Viele Künstlerinnen und Künstler aus Bonn machen auch ihre Heimatstadt zum Thema ihrer Lieder: So brachten die Rapper yunglester, TebiOnDaBeat sowie Kyn121 im Jahr 2020 das Lied „Popp-Allee“ heraus. In diesem Jahr erschien zudem „Knall übern Bertha“ von Kilogramm, Skar One und Kurtis. Songs, die irgendwie geartete Bezüge zu Bonn aufweisen, lassen sich auch in der Spotify-Playlist „Straight outta Bonn“ nachhören.

(Geheim)-tipps unserer Leserinnen und Leser

  • Cynthia Nickschas (Liedermacherin)
  • Markus Schinkel (Jazzpianist und Komponist)
  • Anne Haigis (Sängerin)
  • LE CLOU (Cajun Swamp Groove-Band)
  • Richard Münchhoff (Schlagzeuger)
  • Familie Moser (Klassik)
  • LYGO (Punk-Band)
  • Roskapankki (Punkrock-Band)

Liebe Leserinnen und Leser, diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie meinen, dass ein Künstler, eine Künstlerin oder eine Band fehlt? Schicken Sie uns gerne eine e-Mail an online@ga.de. Wir freuen uns über Ergänzungen.

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