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Hochwasser in Bonn, Beuel und Königswinter: Rheinpegel sinkt wieder

Probefahrt am Sonntag : Linie 66 fährt Montag wieder nach Bad Honnef

Der weiter sinkende Rheinpegel hat die Trasse der Stadtbahnlinie 66 wieder frei gegeben. Der Fahrbetrieb soll daher am Montag auch wieder nach Bad Honnef aufgenommen werden.

Der sinkende Hochwasserpegel des Rheins entspannt die Situation in Bonn und der Region spürbar. Neben dem Schiffsverkehr soll nun auch die Stadtbahnlinie 66 ab kommenden Montag ihren Normalbetrieb wieder aufnehmen. Dies teilten die Stadt-Werke Bonn (SWB) am Freitagnachmittag mit.

Die Linie 66 konnte wegen des Hochwassers in den vergangenen Tagen nur bis zur Haltestelle „Oberdollendorf“ fahren. Zwischen Oberdollendorf und Bad Honnef war daher ein Bahnersatzverkehr eingerichtet worden. Inzwischen konnten die SWB-Einsatzkräfte die Gleisanlagen von den Hochwasserrückständen reinigen. Die Signalanlagen werden derzeit noch auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.

Für Sonntag haben die SWB eine Probefahrt für den aktuell noch gesperrten Streckenabschnitt nach Bad Honnef angekündigt. Danach wird endgültig entschieden, ob der Betrieb der Linie 66 wieder vollständig aufgenommen wird. Bis dahin werden die Pendelbusse nach Bad Honnef und zurück noch  weiterfahren.

Pegelstände des Rheins sinken seit Montag kontinuierlich

Nachdem der Rheinpegel in Bonn am Sonntag mit 8,31 Metern seinen diesjährigen Höchststand erreicht hat, sinkt der Wasserstand. Am Montagnachmittag betrug der Wasserstand noch knapp 8,10 Meter. Am frühen Dienstagnachmittag war der Pegelstand bereits auf rund 7,50 Meter gesunken. Seit dem Freitag liegt der Pegel unterhalb von 5,60 Meter.

Seit Dienstag ist der Schiffsverkehr auf dem Rhein wieder freigegeben. Der Pegelstand war am Dienstagmorgen in Köln unter die Grenze von 8,30 Metern gesunken, teilte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein mit. Am Dienstag gab es allerdings noch einige Einschränkungen: So müssten die Schiffe im mittleren Drittel des Flusses fahren und ihre Geschwindigkeit reduzieren, um Wellenschlag zu vermeiden. Je weiter der Pegel sinke, desto mehr sei der Normalbetrieb wieder möglich, so das Amt weiter.

Dauerregen und geschmolzener Schnee waren die Hauptursachen

Viel Regen und geschmolzener Schnee hatten seit mehr als einer Woche für Hochwasser in Bonn und der Region gesorgt. Einige Tage hatte der Wasserstand des Rheins permanent mehr als acht Meter betragen und vielerorts für Überschwemmungen gesorgt.

Wie die Stadt Bonn am Montag mitteilte, behält die Feuerwehr die Entwicklungen trotz des sinkenden Pegelstands genau im Blick. Die Straßensperrungen im Stadtgebiet bleiben vorerst bestehen und der Stadtordnungsdienst wird die überschwemmten Uferbereiche weiterhin verstärkt kontrollieren, wie es heißt.

Die ersten Vorkehrungen, die zum Schutz vor dem Hochwasser getroffen wurden, wurden bereits wieder entfernt. Einen Überblick aller Auswirkungen des Hochwassers für die Stadt Bonn finden Sie hier.

Welche Auswirkungen das Hochwasser wann hat

Da der Rheinpegel am Freitag unter sechs Meter gefallen ist, kann die Mondorfer Fähre ihren Betrieb wieder aufnehmen. Zum Hintergrund: Bei einem Wasserstand von 6,20 Meter bis 6,40 Meter muss die Fähre eingestellt werden. Bei 6,80 Metern stellt die gesamte Schifffahrt auf dem Rhein ihren Betrieb ein. Ab sieben Metern werden in Beuel die Dammtore zwischen Wolfsgasse und Ernst-Moritz-Arndt-Straße geschlossen, auf der linken Rheinseite die Zufahrtstraßen zum Rheinufer im Bereich zwischen Schaumburg-Lippe-Straße bis Legionsweg.

Die Daten zum Pegelstand beruhen auf Messungen, die von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes erhoben werden. Die Messstation befindet sich in Bonn an Rheinkilometer 654,80.

(ga)