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Hofgarten in Bonn: Polizei findet Drogenversteck von Dealern

Ermittlungserfolg in Bonn : Polizei findet Drogenversteck von Hofgartendealern

Ermittler der Bonner Polizei sind bei einer Wohnungsdurchsuchung in Duisdorf auf rund 340 Gramm Marihuana gestoßen. Die Drogen sollen zwei jungen Drogendealern vom Hofgarten gehören.

Ermittler der Bonner Polizei haben am Mittwoch bei einer Wohnungsdurchsuchung in Duisdorf das Drogenversteck mehrerer Hofgartendealer entdeckt und eine größere Menge Marihuana sichergestellt.

Wie die Polizei mitteilt, war zivilen Einsatzkräften im November vergangenen Jahres ein 20-Jähriger aus Duisdorf in einer Nebenstraße des Hofgartens aufgefallen. Bei der folgenden Kontrolle fanden die Ermittler zahlreiche kleine Tütchen mit abgepacktem Marihuana bei dem jungen Mann. Er behauptete damals wenig glaubwürdig, diese soeben gekauft zu haben.

Wenige Tage später kontrollierten Beamte der Innenstadt-Wache den Mann erneut am Hofgarten. Wieder hatte er mehrere, jeweils mit etwa 0,6 bis 0,7 Gramm Marihuana gefüllte Tütchen dabei. Nachdem weitere Ermittlungen des für Rauschgiftkriminalität zuständigen Kriminalkommissariats 33 den Verdacht des Handels mit Marihuana erhärteten, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn beim Amtsgericht Bonn ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 20-Jährigen erlassen.

Marihuanageruch aus Zimmer des 17-jährigen Mitbewohners

Am Mittwochmorgen war es dann soweit. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler geringe Mengen Marihuana. Den Beamten entging aber nicht der Marihuanageruch aus dem Zimmer des 17-jährigen Mitbewohners. Bei der Durchsuchung des Raumes stellten die Polizisten rund 340 Gramm Marihuana und 600 Euro Bargeld sicher. Etwa 50 Gramm davon waren bereits auf 67 kleine Tütchen verteilt worden, die üblicherweise für zehn Euro auf der Straße verkauft werden. Auch der 17-Jährige war in der Vergangenheit bereits mit geringen Mengen Marihuana im Hofgarten kontrolliert worden. Er wurde nach der Durchsuchung zur Polizeiwache Innenstadt gebracht, wo er nach ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen in die Obhut eines Betreuers übergeben wurde.

Die weiteren Auswertungen von Datenträgern und Spuren sollen nun ergeben, ob das Betäubungsmittelversteck beiden Tatverdächtigen oder möglicherweise auch weiteren Beschuldigten zuzurechnen ist. Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats 33 werden nun wegen gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen geführt.

(ga)