Jagd & Natur Familientag Holzsägekunst, Infozelte und Hornbläser

IPPENDORF · Beim Familientag der Jägerschaft auf der Waldau haben 4000 Besucher Lehrreiches und Unterhaltsames erlebt.

 Kettensägenkünstler Alexander Nelles demonstriert sein Können.

Kettensägenkünstler Alexander Nelles demonstriert sein Können.

Foto: Matthias Geusen

Zum zweiten Bonner "Jagd & Natur Familientag" hatte die Jägerschaft Bonn am Sonntag in die Waldau eingeladen. Bei schönstem Herbstwetter kamen laut Geschäftsführer Michael Witsch rund 4000 Menschen auf die Waldau, um sich spielerisch und unterhaltsam über Jagdkultur zu informieren.

"Wir möchten die Öffentlichkeit, vor allem Kinder und Jugendliche, für ihre eigene Natur und deren Zukunft sensibilisieren", erklärte Witsch. Der Erlebnistag informierte über das breite Spektrum der Jagd - von der Hege und Wildpflege bis zu den umfangreichen Aufgaben im Bereich des Natur- und Umweltschutzes.

Rund 30 informative und unterhaltende Stände reihten sich rund um das "Haus der Natur". An den Ständen konnten kleine und große Besucher ihre Fragen zu jedem Aspekt von Jagd, Hundewesen und Falknerei richten.

Viele Festbesucher interessierten sich für die Vorführungen des Greifvogelstandes. In der "Rollenden Waldschule" gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch Tierpräparate, Felle und Holz zum Anfassen. Publikumsmagnete waren ebenfalls der Kettensägenkünstler Alexander Nelles und der Hochsitzbau-Wettbewerb, der zeigte, dass es gar nicht so leicht ist, einen hölzernen Hochsitz anzufertigen.

Claire Kempen aus Ippendorf war mit ihrem Enkel auf das Fest gekommen. Die beiden probierten sich gemeinsam an der Trummsäge. "Das habe ich schon in meiner Kindheit gemacht, um für Brennholz zu sorgen", erzählte sie. Zuvor hatte Enkel Tim Gelegenheiten, unter Anleitung einen Nistkasten sowie Pfeil und Bogen zu bauen.

Diese Aktivitäten waren bei den kleinen Besuchern besonders beliebt, wie sich an den Warteschlangen zeigte. "Wo sollen die Stadtkinder von heute solche Dinge sonst lernen, wenn nicht hier", bemerkte die Ippendorferin. Streichelzoo, Tiermaler und Nagelbalken waren weitere Angebote, die vor allem Kinder ansprachen.

Vor allem das ältere Publikum erfreute sich an den Hornklängen der vielen Jagdbläsergruppen, die zu Besuch waren. Auch die vielen Infozelte wurden mehr von den erwachsenen Besuchern genutzt. Dort wurde Überzeugungsarbeit geleistet. "Wir wollen vermitteln, dass der Jäger nicht der böse Totschießer ist, sondern derjenige, der viel Zeit und Geld investiert, um der Umwelt einen Gefallen zu tun", sagte Bernhard Cürten am Stand der Jägerschaft Bonn.

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