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Playmobil-Laden öffnet im Februar: Im Bonner Puppenkönig dreht sich wieder die Eisenbahn

Playmobil-Laden öffnet im Februar : Im Bonner Puppenkönig dreht sich wieder die Eisenbahn

Die Eisenbahn im ehemaligen Bonner Puppenkönig dreht wieder ihre Runden, aber ein paar Details haben sich unter der neuen Geschäftsführung geändert. Der Playmobil-Laden soll spätestens im Februar öffnen.

Ein Polizeihubschrauber schwebt über dem Gefängnis, die passenden Schlittschuhe für die Eisbahn gibt es am nostalgischen Stand des Weihnachtsmarkts: Im Puppenkönig-Schaufenster dreht sich wieder eine elektrische Eisenbahn. Allerdings nicht die, die Generationen von Bonnern Jahr für Jahr in der Vorweihnachtszeit bewundert haben. Denn diesmal gibt es nicht nur Tannenbäumchen, Bahnhofsgebäude, Schranken und ein paar Autos. Jetzt fahren die bunt beladenen Waggons durch eine bunte Playmobillandschaft, passieren die Welt von Rittern und Wichteln und tuckern vorbei an spektakulären Einsatzstellen von Feuerwehr und Sanitätern.

Daneben gibt es eine weitere Besonderheit. „Die 97. Weihnachtseisenbahn im Puppenkönig fährt über drei Ebenen“, erklärt Alexander Jentsch, Hauptgesellschafter der Puppenkönig GmbH. Bis in die zweite Januarwoche wird die Eisenbahn im Schaufenster zu sehen sein.

Damit gibt Jentsch einen ersten Vorgeschmack auf das, was die Bonner demnächst in dem Traditionshaus an der Gangolfstraße auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern erwartet: Spätestens im Februar soll dort ein Playmobil-Store eröffnet werden. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Jentsch und stellt das Konzept vor: Auf drei komplett neugestalteten Etagen solle „ein neues Einkaufserlebnis, Spielspaß und Events unter einem Dach“ vereinen.

In diesen Tagen sind jedoch noch die echten“ Handwerker am Werk – nicht die beweglichen Männchen, die sich mit allerlei Werkzeug und Zubehör ausstatten lassen. Die letzten Malerarbeiten werden aktuell erledigt sowie der Fußboden ausgebessert. Auf zwei Etagen entsteht eine Erlebniswelt, unter anderem zu den Themen Polizei, Feuerwehr, Weltraum, Prinzessin und Ritterburg. Darüber werden eine Bühne und eine Kulissenlandschaft errichtet. Dort werden die kleinen Besucher die Möglichkeit haben, mit lebensgroßen Figuren zu spielen. Die für die Erlebniswelten in Auftrag gegebenen Werke seien Unikate, die in Werkstätten hergestellt und anschließend nach Bonn geschafft würden, sagt Jentsch. Während sich die Kleinen amüsieren, können die Eltern in einem Bistro, das derzeit ebenfalls ausgebaut wird, warten.

Online-Geschäft läuft laut Hauptgesellschafter gut

Ursprünglich sollte die bunte Playmobil-Welt bereits vor einigen Monaten in das Puppenkönig-Haus einziehen. Bei der Kernsanierung kamen jedoch Schäden zum Vorschein, die so nicht erwartet wurden. Hinzu kamen die Auswirkungen von Pandemie, Preissteigerungen im Handwerk und Materialengpässen. Das stationäre Adventsgeschäft fiel zwar aus, „aber das Online-Geschäft ist sehr gut angelaufen“, sagt Jentsch. Er bemerkt derzeit noch nicht, dass der Umsatz aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in seinem Segment einbricht. „Wahrscheinlich sparen die Leute an allem, aber nicht an den Geschenken für ihre Kinder“, vermutet der Geschäftsmann.

Auf den übrigen Etagen des Gebäudes in der Gangolfstraße ist vor einiger Zeit das Franziskaner-Hilfswerk eingezogen. Von dort aus, in direkter Nachbarschaft zum Münster und mitten in der Innenstadt, werden Hilfsprojekte in 80 Ländern betreut. Ein schwimmendes Hospital auf dem Amazonas in Brasilien gehört ebenso dazu wie Hilfe bei der Wiederaufforstung versteppter Landstriche auf Madagaskar oder aktuell Medikamente- und Milchpulver-Lieferungen in die Ukraine.