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Universität Bonn: Im Krieg wurde die Uni fast völlig zerstört

Universität Bonn : Im Krieg wurde die Uni fast völlig zerstört

Ganz nah: Im Archiv der Bonner Hochschule finden sich seltene Ansichten. Studenten konnten sich einen Studienplatz erarbeiten

Der 18. Oktober wurde üblicherweise als Gründungstag gefeiert. An diesem Tag des Jahres 1944 nicht. Der damalige Rektor Karl Chudoba hatte die Universität Bonn im Wintersemester 1944/45 aus Furcht vor einem alliierten Luftangriff erst gar nicht geöffnet. Welch ein Glück! Denn die Zahl der Todesopfer blieb "sehr gering", wie es in der Universitätschronik heißt. Das Hauptgebäude wurde damals nahezu vollständig zerstört. Im Archiv der Uni werden die Fotos von Alex Keller aufgehoben.

Chudoba, letzter Rektor der NS-Zeit, war nach Göttingen geflohen und hatte Theodor Brinkmann die kommissarische Leitung übertragen. Bereits im November 1945 nahmen er und einige weitere Professoren mit Hilfe der alliierten Militärverwaltung den Universitätsbetrieb wieder auf.

Da die Militärregierung die Zahl der Studienplätze stark beschränkte, mussten viele Bewerber abgelehnt werden. Doch "Ersatzstudenten" hatten noch eine Chance auf einen Studienplatz, wenn sie ein Semester lang im Bautrupp der Universität arbeiteten. ca