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Frauenquote in Bonn: Immer mehr Frauen in Spitzenpositionen

Frauenquote in Bonn : Immer mehr Frauen in Spitzenpositionen

Das Thema Frauenförderung wird bei der Bonner Stadtverwaltung seit Jahren groß geschrieben. Ein eigens dazu aufgelegter Frauenförderplan trägt offensichtlich langsam Früchte, wie aus einem Zwischenbericht der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Brigitte Rubarth jetzt hervorgeht.

Knapp über 40 Prozent aller Stellen mit Führungsverantwortung seien mit Frauen besetzt, ein Wert, der sich im interkommunalen Vergleich sehen lassen könne.

Demnach wurde bei den Stellenbesetzungen in der Gesamtverwaltung in vier der sechs Besoldungsgruppen von A/E 11 bis A/E 16 das vorgegebene Ziel mit Besetzungsquoten durch Frauen zwischen 30 und 50 Prozent erreicht, beziehungsweise leicht überschritten. Ein Top-Ergebnis auf die Gesamtverwaltung betrachtet verzeichnet Rubarth bei den mit E/A 16 dotierten Spitzenpositionen, wo die Quote bei 42 Prozent liegt und damit um zwei Prozent höher ist als im Frauenförderplan vorgegeben. Dabei handelt es sich in der Regel um Amtsleiterpositionen.

Problematisch ist laut Rubarth allerdings nach wie vor das Erreichen der Zielvorgaben im Technischen Dienst. Und dass, obwohl Frauen, die sich dort auf Stellen bewerben, oftmals auch zum Zuge kämen. Dass dies nicht dazu führe, dass sie dort längst stärker vertreten seien, liege auch daran, dass nicht einmal in der Hälfte der Verfahren überhaupt Bewerbungen von Frauen vorlägen. Unter den Absolventen der technischen Studiengänge stellten Frauen nicht mehr als 30 Prozent der Studierenden. In einigen Fächern, wie beispielsweise Elektrotechnik, seien es nicht einmal zehn Prozent.

Defizite gebe es insgesamt auch immer noch in den Besoldungs- und Entgeltgruppen E14/A14 und E15/A15. "Die wirtschaftliche Lage der Bundesstadt Bonn hat konsequenterweise auch deutliche Auswirkungen auf die persönlichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten in der Verwaltung", heißt es als Begründung. Bedingt durch unterschiedliche Faktoren, wie die inzwischen auf ein Jahr verlängerte Wiederbesetzungssperre oder auch schlichtweg der Wegfall von Stellen entfielen zunehmend Chancen, das Erreichen der Zielvorgaben adäquat voranzutreiben zu können, so Rubarth. Außerdem werde deutlich, dass auf Frauen, die auf eine höher dotierte Stelle befördert werden oder aus dem Dienst der Stadt Bonn ausscheiden, nicht notwendigerweise wieder eine Frau folgt.