Preisvergleich von Immowelt Immobilienpreise in Bonn und Region sinken, aber Trendwende ist in Sicht

Bonn · In Bonn und der Region sinken die Immobilienpreise laut einer aktuellen Vergleichsstudie. Doch die Preiswende ist offenbar schon im Gange. Worauf sich Interessenten für Immobilien in der Region jetzt einstellen sollten.

Häuserreihe aus der Südstadt. Auch in Bonn sinken die Angebotspreise.

Häuserreihe aus der Südstadt. Auch in Bonn sinken die Angebotspreise.

Foto: Roland Kohls

Ein Vergleich der Angebotspreise des Immobilienportals Immowelt zeigt einen aktuellen Preistrend bei Immobilien auf: in 55 von 89 untersuchten Stadt- und Landkreisen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sinken die Kaufpreise aktuell im Vergleich zum Vorjahr. In der Analyse wurden die durchschnittlichen Angebotspreise von Bestandswohnungen mit 75 Quadratmetern, 3 Zimmern und Baujahr 1990er-Jahre untersucht.

Auch in Bonn und der Region fällt der Preis

In Bonn fiel der Preis für solche angebotenen Wohnungen im Vergleichszeitraum leicht um minus 0,7 Prozent. Hier hat man im Mai 2023 noch 3779 Euro pro Quadratmeter gezahlt und zahlt nun durchschnittlich 3752 Euro. Im Rhein-Sieg-Kreis hat der Kaufpreis im Mai 2023 noch 3030 Euro betragen. Dieser liegt jetzt bei 2988 Euro, was einen prozentualen Verlust von minus 1,4 Prozent ausmacht. In Ahrweiler sind die Angebotspreise um minus 5,5 Prozent und in Köln um minus 1,3 Prozent zurückgegangen. Der Landkreis Euskirchen hat den größten Rückgang zu verzeichnen. Dort ist der Preis im Vergleich um minus 11,7 Prozent gesunken.

Immobilienmarkt am Wendepunkt

Laut Immowelt befindet sich der Immobilienmarkt aktuell an einem Wendepunkt. In 33 von 89 der verglichenen westdeutschen Kreise sollen die Kaufpreise demnach schon wieder steigen. In Analysen aus vorherigen Jahren erhöhte sich der Preis in nur neun Kreisen. Dies deute auf eine Trendwende hin. Immowelt verzeichnet besonders in den preiswerteren Regionen Nordrhein-Westfalens einen Preisanstieg. Demnach wirken sich die höheren Bauzinsen, anders als in teureren Regionen, weniger auf die monatliche Belastung aus. Den größten Anstieg zu verzeichnen hat der Oberbergische Kreis, in welchem Immobilienkäufer im Durchschnitt plus 13,6 Prozent jetzt mehr zahlen müssen als noch 2023.