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Infektion mit Coronavirus: Klimaanlage in Bussen verringern Risiko

SWB, RVK und RSVG für die Nutzung : Klimaanlagen in Bussen verringern Corona-Risiko

Klimaanlagen im öffentlichen Nahverkehr stellen ein Corona-Infektionsrisiko dar, befürchten manche Menschen. Das ist jedoch ein Irrtum, machen die ansässigen Verkehrsbetriebe deutlich. Sogar das Gegenteil ist der Fall.

Auf Nachfrage eines GA-Lesers, der in geschlossenen Fenstern von Bussen und Bahnen bei laufenden Klimaanlagen (vorwiegend in Bussen verbaut) ein zusätzliches Infektionsrisiko befürchtet, teilen die Bonner Stadtwerke (SWB) mit: „Unser Branchenverband, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, hat sich mit dem Thema Klimaanlagen während der Corona-Pandemie beschäftigt und empfiehlt, Klimaanlagen zu nutzen und nicht abzuschalten“, sagt SWB-Sprecher Michael Henseler. Der Verband rate auch dazu, die Fenster möglichst geschlossen zu halten.

Auch die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) und der Regionalverkehr Köln (RVK), auch im Bonner Stadtgebiet unterwegs, schalten die Klimaanlagen an. RVK-Sprecherin Diana Jerchel: „Neben der Möglichkeit, die Fenster im Innenraum zu öffnen, tragen die Klimaanlagen maßgeblich zur Durchlüftung des Busses bei und verringern das Risiko einer möglichen Ansteckung über die Luft.“

Melanie Schwanke von der RSVG zufolge arbeiten die Klimaanlagen so, dass sie von außen Luft ansaugen und  ständig die Luft erneuern. „Die Standardfilter lassen zwar theoretisch Viren durch, aber nicht das nötige Trägermedium: Wassertropfen.“