JugendBildungsmesse Bonn Worauf Schüler und Eltern bei einem Auslandsaufenthalt achten sollten

Bonn · Im Rahmen der "JugendBildungsmesse" stellten am Samstag über 25 Aussteller die verschiedenen Programme vor, die es für Auslandsaufenthalte während und nach der Schulzeit gibt. Experten erklärten, worauf bei der Planung eines Auslandsjahrs unbedingt geachtet werden sollte.

 Anne Grubert, die Gründerin des „Costa Rica-Austausch-Service“ (CAS), bietet Schulaufenthalte und Programme der freiwilligen Arbeit in Costa Rica an.

Anne Grubert, die Gründerin des „Costa Rica-Austausch-Service“ (CAS), bietet Schulaufenthalte und Programme der freiwilligen Arbeit in Costa Rica an.

Foto: Jan-Oliver Nickel

Ein Auslandsaufenthalt bietet für Schüler und junge Erwachsene Gelegenheit, um in fremde Kulturen einzutauchen und das eigene Fremdsprachenniveau anzuheben. Doch welche Möglichkeiten gibt es hierfür? Wie teuer kann ein einjähriger Auslandsaufenthalt werden und welche Vorbereitungen sollten getroffen werden? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es am Samstag von über 25 Ausstellern bei der vom Bildungsberatungsdienst „weltweiser“ organisierten „JugendBildungsmesse“ im Konrad-Adenauer-Gymnasium.

Die USA sind weiterhin der Klassiker bei schulischen Auslandsaufenthalten, erzählte Stefan Ebert, Bildungsberater bei „weltweiser“. Mit einigem Abstand folgten dann weitere englischsprachige Länder wie Kanada, Irland, Neuseeland und Australien. Einen Aufenthalt in Lateinamerika würden sie während der Schulzeit eher dann empfehlen, wenn ein direkter Bezug bestehe, ansonsten sei dies etwas später im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres zu empfehlen, sagte Ebert. Dann sei die Bandbreite der Angebote größer und „das Eintauchen ins Leben“ falle leichter.

Hilfreich sei es immer, sich bereits im Vorfeld zu fragen, ob ein längerer Auslandsaufenthalt bereits während der Schulzeit oder eher danach erfolgen soll: „Möchte ich gern während der Schulzeit, also einen klassischen Schüleraustausch, für ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr im Ausland verbringen? Möchte ich erst mal nur eine Sprachreise machen?“, erklärte Ebert. Liege der Fokus eher auf der Zeit nach der Schule, würde sich die ganze Bandbreite vom Au-Pair-Aufenthalt über Work & Travel bis hin zum Auslandsstudium anbieten. Bei der Auswahl des Programms für den Auslandsaufenthalt sei es laut Ebert zudem wichtig, das jeweilige Unternehmen zu durchleuchten: „Wer seid ihr eigentlich? Wie arbeitet ihr? Sind bei euch Ehrenamtliche? Habt ihr ein großes Netzwerk?“

Manuela Wulf von „Carl Duisberg“ empfiehlt im Vorfeld der Reise, sich möglichst frühzeitig zu kümmern. „Nicht auf den letzten Drücker erst anmelden, und gut überlegen, welches Land infrage kommt. Jedes Land hat seine Besonderheiten. Manchmal kann man sich die Schule aussuchen, manchmal die Region, manchmal kann man auf Hobbies eingehen, auf Fächer“, sagte sie. Auch sollte man im Vorfeld mit der eigenen Schule klären, ob es nach dem Auslandsaufenthalt möglich sei, wieder in die alte Klasse zurückzukehren.

Anne Grubert, Gründerin des „Costa Rica-Austausch-Service“ (CAS) bietet vor allem das klassische Auslandsjahr in der Schule an. Hierbei können Schüler für drei, fünf oder elf Monate nach Costa Rica gehen. Auch für Abiturienten biete sie Programme im Bereich der freiwilligen Arbeit an. „Costa Rica ist ja auch absoluter Vorreiter was eben Umwelt- und Artenschutz angeht. Da können die jungen Leute sich dann in Schildkrötenprojekten engagieren, sie können in Tierauffangstationen mit Tierärzten und Biologen arbeiten“, so Grubert. Hierbei ist Spanisch die Landessprache. Kostentechnisch liegt das Programm für einen dreimonatigen Aufenthalt an einer öffentlichen Schule bei 7.300 Euro, während etwa ein elfmonatiger Aufenthalt an einer Privatschule in Costa Rica bis zu 15.650 Euro kosten kann.

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