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Bonn: Jugendpastoral zieht in die City

Bonn : Jugendpastoral zieht in die City

Die Räume des ehemaligen Münsterladens werden bald nicht mehr leer sein. Das Jugendpastorale Zentrum wird dort einziehen. Und auch die Caritas wird in den Räumen in Zukunft präsent sein.

Vor drei Jahren schloss der Münsterladen, seitdem standen die Räume leer. Nun soll das Jugendpastorale Zentrum an die Gerhard-von-Are-Straße ziehen. Bislang war es unter dem Namen Campanile bekannt, wirkte an der Kirche St. Franziskus in der Altstadt.

Vertreter der Projektpartner – das Erzbistum Köln, die Münsterpfarrei St. Martin und die Katholische Jugendagentur Bonn (KJA) – hatten sich am Freitag getroffen, um alles in trockene Tücher zu bringen. Dabei waren Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Tobias Schwaderlapp, Stadtdechant Wolfgang Picken, Stadtjugendseelsorger Christian Jasper und KJA-Geschäftsführer Rainer Braun-Paffhausen.

„Wir erhoffen uns durch die größere Zentrums- und Uninähe eine größere Attraktivität und mehr Aufmerksamkeit“, sagte Jasper, der das Programm künftig inhaltlich verantwortet. Außerdem ergäben sich durch die Nähe zur Münstergemeinde, die die Räume zur Verfügung stellt, Synergieeffekte. Im Mittelpunkt steht dabei die Messe für junge Leute, die demnächst regelmäßig sonntagabends um 18 Uhr im Bonner Münster gefeiert werden soll. „Sie soll zur spirituellen Kraftquelle, aber auch zum Treffpunkt für junge Menschen aus der ganzen Stadt werden“, so Jasper.

Geplant sind geistliche und gesellige Programmpunkte, unter anderem Glaubenskurse, Gesprächsrunden und Spieleabende. Dazu gehört auch der vor wenigen Wochen gestartete Lauftreff, immer donnerstags ab 19 Uhr. „Die genaue Konzeption und Ausgestaltung werde ich nach den Sommerferien mit vielen jungen Leuten entwickeln“, sagte Jasper. Sie können also mitorganisieren, ein Angebot von jungen Leuten für junge Leute.

Auch die Caritas zieht mit ein: Sie wird werktags in den Räumen präsent sein „und dort unter anderem ein Beratungsangebot aufbauen“, so Picken. Die Mitarbeiter stünden jeweils von 11 bis 15 Uhr zur Verfügung. So sei der ehemalige Münsterladen gleich mehrfach sinnvoll genutzt und stehe jedem offen – „sowohl Jugendlichen und Hilfesuchenden als auch den Bonnern generell“, so der Stadtdechant.

Damit die Räume wieder auf Vordermann gebracht werden, „investiert das Erzbistum Köln gerne, um der Jugendpastoral in der Stadt Bonn einen kraftvollen Impuls zu geben“, meinte Schwaderlapp. Die Arbeiten sollen zügig starten, eingeweiht wird das Jugendpastorale Zentrum vermutlich im Februar 2022 – mit einem Jugendfestival, so der Diözesanjugendseelsorger.

Die bisher am Campanile angesiedelten Projekte WERKstattSchule und Brücke-Krücke sollen bald an andere Standorte verlagert werden. Durch diese Neuordnung sollen die Immobilien der beteiligten kirchlichen Einrichtungen noch besser genutzt werden. „Wichtig ist uns aber, dass kein junger Mensch allein gelassen wird, sondern für alle Zielgruppen und Projekte gute Lösungen gefunden werden“, betonte Braun-Paffhausen. Unberührt vom Umzug bleibt nach Aussage von Eva Rott von der Katholische Jugendagentur Bonn der Kirchraum von St. Franziskus, den die Gemeinde – eine Filialkirche von St. Marien an der Adolfstraße – weiter nutzen wird. Zur Zukunft der frei werdenden Räume ist nach Angaben von Stadtdekanats-Sprecherin Ayla Jacob noch keine Entscheidung gefallen. Picken als leitender Pfarrer und der Kirchenvorstand „werden dazu jetzt Beratungen aufnehmen“.