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Wohnbebauung entlang der Sebastianstraße: Jury tagt zum Paulusheim-Gelände

Wohnbebauung entlang der Sebastianstraße : Jury tagt zum Paulusheim-Gelände

Wieder einen Schritt weiter ist die Planung für eine künftige Wohnbebauung mit Altenpflegeplätzen auf dem 21.250 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Paulusheimes an der Sebastianstraße.

Eine Jury hat inzwischen getagt und sich dabei mit verschiedenen Entwürfen beschäftigt, die der Kölner Investor "formart" mit Architekten erarbeitet hat.

Die erste Wahl fiel auf den Entwurf des Düsseldorfer Architektenbüros Konrath-Wennemar. "Der muss allerdings erheblich überarbeitet werden", sagte CDU-Bezirksverordneter Dieter Behrenbruch. Dirk Baarz von "formart" hofft, dass die frühzeitige Bürgerbeteiligung bereits im ersten Quartal des neuen Jahres erfolgen kann.

Der Siegerentwurf sieht eine Wohnbebauung entlang der Sebastianstraße inklusive einer Eckbebauung zur Alfred-Bucherer-Straße hin vor. Ebenso an der Stelle des heutigen Altbaus des einstigen Seniorenpflegeheims sollen Wohnungen entstehen. Noch nicht entschieden sei, ob der Altbau dafür abgerissen oder entkernt werden soll, erklärte Grünen-Planungsexperte Rolf Beu. Theoretisch könne auch nur die Fassade des Altbaus stehen bleiben. Das denkmalgeschützte Schumannhaus gleich nebenan ist von den Plänen nicht betroffen.

Aus städtebaulicher Sicht hätten die Architekten auch eine Randbebauung entlang der Alfred-Bucherer-Straße empfohlen. Die Fläche nutzen Anwohner allerdings zum Parken, eine Bebauung lehnt die Politik deswegen ab. Fest steht, dass auf dem Gelände auch Pflegeplätze eingeplant werden müssen. In welcher Form, steht noch nicht fest. Ebenso wenig, wie viele Wohnungen letztlich gebaut werden. "Bei dem Architektenwettbewerb ging es um rein städtebauliche Aspekte", erklärte Beu.

Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung könne das Bebauungsplanverfahren beginnen, sagte Baarz. Mit dem ersten Spatenstich rechne er indes nicht vor Mitte bis Ende 2017. Bis dahin stehe das ehemalige Altenheim der Stadt weiterhin als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung. Die Stadt hatte das Gebäude vor anderthalb Jahren gemietet und in dem Anbau sowie in den Seitentrakten, die in den 1980er Jahren errichtet wurden, mehr als 200 Flüchtlinge untergebracht. Der einstige Heimträger des Paulusheims, eine Stiftung der Alexianer-Bruderschaft, hatte das Haus 2014 geschlossen und den Pflegebetrieb in einen Neubau nach Troisdorf verlegt.