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Karneval 2022 in Bonn und im Rheinland: Sitzungen, Partys, Straßenkarneval

Überblick über Absagen und Regeln : Was kann dieses Jahr an Karneval stattfinden - und was nicht?

Ein Großteil der Karnevalssitzungen wurde für die laufende Session 2021/2022 bereits abgesagt. In vielen Karnevalshochburgen wird zudem der Rosenmontagszug ausfallen. Gibt es überhaupt Veranstaltungen, die noch stattfinden können?

Omikron ist zur vorherrschenden Variante des Coronavirus in Deutschland geworden, die Fallzahlen steigen: Denkbar ungünstige Voraussetzungen für die laufende Karnevalssession 2022, die Ende Februar eigentlich ihren Höhepunkt hätte. Bereits Mitte Dezember 2021 haben sich die Landesregierung und Vertreter des organisierten Karnevals darauf geeinigt, den Großteil der Sitzungen in der Session 2021/2022 in NRW abzusagen.

Veranstaltungen, bei denen sich viele Menschen in engen Innenräumen begegneten, seien in den nächsten Monaten nicht verantwortbar, hatte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schon Ende des vergangenen Jahres deutlich gemacht.

Welche Regeln sieht die Corona-Schutzverordnung für Karneval vor?

Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen mit besonders hohem Infektionsrisiko müssen in NRW derzeit geschlossen bleiben. Das sieht die Corona-Schutzverordnung für NRW vor, die in ihrer derzeitigen Fassung bis zum 9. Februar 2022 gültig ist. Auch öffentliche Tanzveranstaltungen sowie private Tanzpartys sind aktuell nicht gestattet. Für private Treffen gilt derzeit außerdem, dass sich Geimpfte und Genesene sowohl im Innen- als auch im Außenbereich nur noch maximal zu zehnt zusammenfinden dürfen. Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, dürfen neben dem eigenen Haushalt nur noch zwei Personen eines weiteren Haushalts teilnehmen.

Bei Veranstaltungen abgesehen von Tanzpartys gelten Kapazitätsgrenzen je nach Größe des Veranstaltungsraums und eine absolute Höchstzahl von 750 Teilnehmern. Eine Zugangskontrolle muss dabei jeweils gewährleistet sein. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 9. Februar 2022. Es wird aber derzeit damit gerechnet, dass die Regeln darüber hinaus verlängert werden.

Können Karnevalszüge 2022 stattfinden?

Für alle Veranstaltungen abgesehen von Karnevalssitzungen und -partys gibt es derzeit keine klare Regelung der NRW-Landesregierung. Das gilt zum Beispiel für den Straßenkarneval. In vielen Städten haben sich die Verantwortlichen aber bereits dazu entschieden, die Karnevalsumzüge abzusagen.

Der Festausschuss Bonner Karneval schaffte Anfang Januar nach Wochen des Abwägens Klarheit und gab bekannt, dass der Rosenmontagszug in Bonn ausfallen wird. Eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt kam für die Verantwortlichen nicht in Frage. Ebenso fällt die Beueler Weiberfastnacht 2022 erneut aus. Die designierte Wäscherprinzessin Lena I. wird nicht proklamiert, es zieht kein Weiberfastnachtszug durch Beuel und auch der Rathaussturm am Weiberdonnerstag ist abgesagt.

Auch die Gesellschaften des Siegburger Karnevalskomitees haben sich Mitte Januar dazu entschieden, nach den Sitzungen auch alle Karnevalszüge in Siegburg abzusagen.

Dieselbe Entscheidung trafen die Verantwortlichen in Sankt Augustin: Auch hier wird der Straßenkarneval zum zweiten Mal in Folge abgesagt.

Ein anderes Konzept wählten die Düsseldorfer Karnevalisten: Sie haben ihren Rosenmontagszug auf den 29. Mai 2022 verschoben. Das lehnen die Kölner Karnevalisten ab. Bereits Ende Dezember hat das Festkomitee entschieden, dass ein normaler Rosenmontagszug aufgrund der Corona-Situation nicht realistisch sei. Die Verantwortlichen wollen stattdessen ein alternatives Konzept für den Kölner Rosenmontagszug umsetzen. Geplant ist derzeit, die Wagen des Kölner Rosenmontagszugs entweder im Rheinenergie-Stadion zu zeigen oder an rund 25 verschiedenen Plätzen in der Stadt.

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