Bonner Paar über unerfüllten Kinderwunsch „Mit jeder Befruchtung hat mein Körper mehr rebelliert“

Bonn · 23 künstliche Befruchtungen, keine Schwangerschaft: Berit Baumhoff und Markus Spülbeck haben sechs Jahre lang versucht, Kinder zu bekommen. Sie berichten von einer Zeit des Hoffens, von körperlichen Schmerzen und einer Frage, die sie umtreibt: Wer hat Schuld, dass es nicht klappt?

Berit Baumhoff und ihr Ehemann, Markus Spülbeck, sind seit 18 Jahren ein Paar und leben gemeinsam in Bonn-Endenich.

Berit Baumhoff und ihr Ehemann, Markus Spülbeck, sind seit 18 Jahren ein Paar und leben gemeinsam in Bonn-Endenich.

Foto: Benjamin Westhoff

Zehn Versuche. Und jeder Versuch hat einen eigenen Namen bekommen. „Nicht nur jeder Versuch, sondern jedes Ei“, sagt Berit Baumhoff (47). „Ja, jedes Ei“, antwortet Markus Spülbeck (59), und schaut ernst. „Jede Option hatte einen Spitznamen: Tick, Trick und Track, Cindy und Bert, Bonnie und Clyde“, zählt er auf, während er für jedes Pärchen einen Finger seiner Hand streckt. Baumhoff und Spülbeck sitzen auf einer dunkelroten Ledercouch. Er hat die Beine überkreuzt und trägt kurzes dunkles Haar. Auch Baumhoff hat die Beine verschränkt, die Hände liegen in ihrem Schoß. Beide tragen einen schlichten goldenen Ring. Sie sehen sich an und müssen lachen, als die 47-Jährige ergänzt: „Pippi Langstrumpf und Herr Nilsson hatten wir auch.“ „Die Namen hatten alle keine große Bedeutung, aber es hat Spaß gemacht“, sagt Spülbeck und schaut seiner Partnerin in die Augen, „unser Projekt hatte Namen. 23 Namen – das waren alles Kinder.“

 Sternenkinder: Jeder bunte Stern steht für ein befruchtetes Ei, das Baumhoff eingesetzt wurde. Und jedem haben sie einen Namen gegeben.

Sternenkinder: Jeder bunte Stern steht für ein befruchtetes Ei, das Baumhoff eingesetzt wurde. Und jedem haben sie einen Namen gegeben.

Foto: privat