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Auszeichnung: Knauber-Chefin ist Döppekooche-Königin

Auszeichnung : Knauber-Chefin ist Döppekooche-Königin

Die Bonner Unternehmerin Ines Knauber-Daubenbüchel ist neue die Döppekooche-Königin. Sie findet, dass Unternehmertum ethisch und moralisch verpflichtet.

Döppekooche, Knällchen, Kesselsknall oder einfach Kartoffelkuchen: Früher ein Arme-Leute-Essen, ist das rheinische Traditionsgericht seit sieben Jahren namensgebend für einen Adelstitel. Am Donnerstagabend wurde die Bonner Unternehmerin Ines Knauber-Daubenbüchel im Alten Rathaus zur Döppekooche-Königin gekürt. Seit 2011 vergibt der Verein zum Erhalt des Alten Rathauses den Titel an Bürger, die sich durch besonderes Engagement in der Stadt Bonn hervortun.

„Mit dem Titel Döppekooche-Königin oder -König, werden Personen ausgezeichnet, die für Bonn stehen, der Stadt Stärke verleihen und in ihr verankert sind“, erklärte der Vorsitzende Volker Schramm. Seit fast zehn Jahren setzt sich der Verein für die Modernisierung und Verschönerung der „guten Stube“ am Markt ein. Der Hausherr, Oberbürgermeister Ashok Sridharan, würdigte die neue Döppekooche-Königin als Unternehmerin und Mensch: „Ich habe mich selbst überzeugen können, dass sie im Umgang mit ihren Mitarbeitern persönlich, herzlich und authentisch ist. Dem gilt unsere Würdigung und unser Dank“.

Seit 2000 führt Ines Knauber-Daubenbüchel als das Familienunternehmen Carl Knauber Holding GmbH und Co. KG. Neben der Leitung der rund 900 Angestellten, ist sie Mitglied im Festausschuss des Bonner Karnevals, Wirtschaftsbotschafterin der Stadt Bonn und Vizevorsitzende des Vereins August Macke Haus. Das Unternehmen Knauber finanziert darüber hinaus Stipendien für die Universität Bonn und die Hochschule Bonn/Rhein Sieg, Lernpatenschaften, Sachspenden für Schulen und Kindergärten und unterstützt die Deutsche Krebshilfe sowie die Aktion Weihnachtslicht des General-Anzeigers.

Unternehmertum verpflichte sittlich, ethisch und moralisch

„Sie merken, es fällt mir sehr sehr schwer so vorne zu stehen. Doch die Auszeichnung rührt mich tief“, begann Knauber-Daubenbüchel ihre Rede. Über Generationen sei in ihrer Familie weitergegeben worde, dass Unternehmertum sittlich, ethisch und moralisch verpflichte. Doch dies, ohne viel Aufheben darum zu machen. 1880 hatten ihre Urgroßeltern mit einem Kolonialwarenladen in Endenich den Grundstein gelegt. „Der Dreiklang im Leitbild des Unternehmens aus sozialem, ökologischem und kulturellem, ist seit damals derselbe geblieben“, sagte Knauber-Dauenbüchel. Das Rathaus stehe symbolhaft für Bildung und Kultur. „Unternehmen müssen das fördern.“ Ihr Engagement betreibe sie mit Freude. Mit ganzem Herzen sei sie ihrer Heimatstadt Bonn verbunden. Zum Abschluss des Abends im Gobelinsaal wurde den rund 100 geladenen Gäste dann der original Döppekooche aus Kartoffeln, Zwiebeln, Speck und Gewürzen serviert.