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Koblenzer Tor in Bonn: Sanierung verzögert sich - Auswirkungen für Autofahrer

Bauarbeiten in Bonn : Sanierung am Koblenzer Tor verzögert sich deutlich

Die Sanierung der Fahrbahn am Koblenzer Tor in Bonn verzögert sich um mehrere Wochen. Corona-Infektionen beim Bautrupp sind nur ein Grund für die Verzögerung. Es wurde auch krebserregender Teer gefunden.

Die seit Ende Februar laufende Sanierung der Fahrbahn im Koblenzer Tor wird voraussichtlich bis Ende August dauern. Das teilt die Bonner Stadtverwaltung mit. Ursprünglich sollte die Maßnahme bis Ende Juni fertiggestellt sein.

Verschiedene Faktoren führen laut Stadt zu der mehrwöchigen Verzögerung. Zunächst wurden in freigelegten alten Dichtungsbahnen so genannte Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. Das oft auch als „Teer“ bezeichnete Material wurde bis in die 1970er Jahre beim Straßenbau verwendet, ist aber mittlerweile verboten, da es als krebserregend gilt, erläutert das Bonner Presseamt. „Da der Umgang mit PAK strengen Regeln unterliegt, musste ein spezialisiertes Unternehmen das weitere Vorgehen planen und überwachen. Dadurch ruhte die Baustelle zwei Wochen“, heißt es in der Mitteilung.

Darüber hinaus sei die bauausführende Firma von Corona betroffen gewesen. Die gesamte Baukolonne war laut Stadt mit dem Coronavirus infiziert. Dies habe zu einem Baustillstand von einer Woche geführt. „Dann wurden jetzt beim Ausbau eines Deckenteils die gemauerte Mittelwand unterhalb des Deckenteils zerstört und zwei alte Schornsteine vorgefunden, die nicht in Plänen verzeichnet waren. Die Schornsteine müssen verfüllt und die Mauer wieder aufgebaut werden“, erläutert die Stadtverwaltung weiter.

Zudem müsse auf dem Kopf der Mauer ein Lastverteilungsbalken betoniert werden, für den zuvor die Statik berechnet werden müsse. Bevor allerdings betoniert werden könne, müsse Bewehrungsstahl bestellt, geliefert und eingebaut werden. Dies führe unter dem Strich zu einer Verzögerung von weiteren vier Wochen.