Mann soll auch in Bonn Schmuck erbeutet haben Polizei fasst international gesuchten Trickdieb in Köln

Bonn/Köln · Die Kölner Polizei hat einen professionellen Trickdieb festgenommen, der auch in einem Bonner Juweliergeschäft Ringe im Wert von 100.000 Euro gestohlen haben soll. Es gab einen europäischen Haftbefehl.

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Schmuckdieb gefasst, der in Bonn 100.000 Euro erbeutet haben soll.

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Schmuckdieb gefasst, der in Bonn 100.000 Euro erbeutet haben soll.

Foto: Polizei

Einen international gesuchten Trickdieb, der auch in ein Bonner Juweliergeschäft eingebrochen sein soll, hat die Polizei am Montag in der Kölner Innenstadt festgenommen. Aufmerksame Zeugen hatten Streifenpolizisten auf den 43-jährigen Tatverdächtigen hingewiesen, wie die Polizei mitteilt.

Aktuellen Ermittlungen zufolge soll der 43-Jährige am 26. April aus einem Juweliergeschäft auf der Neven-Dumont-Straße mehr als 20 Ringe und eine Armspange im Wert von etwa 10.0000 Euro gestohlen haben. Der aus Rumänien stammende Mann hatte sich zunächst Schmuckstücke aus der Auslage zeigen und sich dabei zur Ablenkung ein Glas Wasser bringen lassen. Anschließend soll er dann das "Kaufinteresse" verloren und das Geschäft mit den erbeuteten Schmuckstücken wieder verlassen haben. Auch eine Tat in Bonn wird ihm zur Last gelegt: Hier soll er am 4. November vergangenen Jahres in einem Juweliergeschäft an der Münsterstraße mehrere Ringe im Wert von rund 100.000 Euro gestohlen haben.

„Am Montagmittag erkannte dann ein Mitarbeiter eines Juweliergeschäfts den mutmaßlichen Trickdieb auf der Breitestraße wieder“, sagt ein Sprecher der Kölner Polizei. Der 29-Jährige nahm daraufhin die Verfolgung auf, wählte den Polizeinotruf und gab gleichzeitig den Standort weiter. Hinzugezogene Streifenteams stellten den 43-Jährigen kurz darauf in der Schwalbengasse und nahmen ihn mit auf die Wache. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Hotelzimmers stellten die Einsatzkräfte hochwertigen Schmuck, Luxusschals aus Seide sowie mehrere tausend Euro Bargeld sicher.

Behörden mehrerer Länder arbeiteten zusammen

Das Kriminalkommissariat 51 hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeit, woher der sichergestellte Schmuck und die Luxusartikel stammen. Dem 43-Jährigen werden zudem gleich gelagerte Straftaten in Trier, Freiburg, Hamburg und München sowie in Zürich vorgeworfen. Die Polizeibehörden arbeiteten bei den Ermittlungen, bei denen es einen europäischen Haftbefehl gab, eng zusammen. So führten auch Recherchen aus Zürich und München zu dem Verdächtigen. Ein Richter verkündete dem Rumänen vergangenen Dienstag insgesamt sechs Haftbefehle und schickte ihn in Untersuchungshaft.

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