Kommentar: Starkes Signal

Ein starkes Signal sollte der Beschluss werden, mit dem sich der Rat der Stadt Bonn am Donnerstagabend zum Bau eines Festspielhauses für Beethoven in der Rheinaue bekannte. Darin waren sich mit Ausnahme der Linken die Fraktionen einig. Und das eindeutige Abstimmungsergebnis spricht für sich.

Doch viele Abgeordneten der Opposition haben der auf Antrag der schwarz-grünen Ratsmehrheit modifizierten Beschlussvorlage nur mit Bauchgrimmen zustimmen können. Zu Recht fürchten sie, dass zum Beispiel der Passus über die Kostenermittlung einer Sanierung der Beethovenhalle dieses starke Signal schwächen könnte.

Wer schon jetzt einen Plan B ins Spiel bringt, dem wird man die Begeisterung für Plan A kaum abnehmen, argumentieren sie. Auch das Insistieren darauf, dass zunächst die Post als Hauptsponsor sich mit einem klaren Ja zum Standort Rheinaue bekennen muss, bevor die Verwaltung ihre Hausaufgaben erledigen soll, scheint eher kontraproduktiv.

Die Änderungen in der Beschlussvorlage sind freilich Ausdruck koalitionsinterner Streitereien. Dass in den Reihen der CDU mehr Festspielhaus-Sympathisanten sitzen als bei den Grünen, ist schließlich kein Geheimnis. Mit welchen internen Widerständen die CDU zu kämpfen hat, zeigt der Beifall aus den Reihen der Grünen für die Rede Jürgen Repschlägers von den Linken, die einen Neubau grundsätzlich ablehnen.

Doch am Ende wiegt das klare Ja des Rates mehr als alle parteitaktisch begründeten Änderungen der Beschlussvorlage.

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