Kommentar zum Palästinenser-Camp Große Erkenntnis brachte das Protest-Camp nicht

Meinung | Bonn · Die pro-palästinensischen Demonstranten am Hofgarten in Bonn haben nicht den Eindruck vermittelt, dass sie ernsthaft über den Nahostkonflikt sprechen wollen. Dabei hätte es Gelegenheiten gegeben. So fällt die Bilanz nach drei Wochen Camp erschreckend mager aus, meint unser Autor.

Bonn: Propalästinensische Demo blockiert Uni-Eingang - Bilder
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Propalästinensische Demo blockiert Eingang der Uni Bonn

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Foto: Benjamin Westhoff

Seit dem 7. Mai zeltete eine Gruppe namens Students for Palestine Bonn am Hofgarten. Das Palästinenser-Solidaritätscamp verlief in diesen Wochen im Kern friedlich. Kundgebungen gab es. Versuche, politische Botschaften in der Mensa zu verbreiten, wurden schnell unterbunden. Den Univortrag des israelischen Reiseleiters Uriel Kashi auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft störten auch Camp-Teilnehmer mit Zwischenrufen immer wieder. Kashis Gesprächsangebote im Hörsaal nahmen sie nicht wahr. Letztlich mündete die unerlaubte Blockade des Uni-Haupteingangs am Mittwoch in die Räumung des Camps durch die Polizei. Der ganze Verlauf folgte offenkundig einer Choreografie.