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Kommunalwahl 2020 in Bonn: Grüne liegen laut Umfrage deutlich vor der CDU

Umfrage vor der Bonner Kommunalwahl : Bonner Grüne liegen deutlich vor der CDU

Bei der Kommunalwahl am 13. September könnten die Grünen erstmals stärkste Kraft im Bonner Stadtrat werden. Bei der Sonntagsfrage nach dem geeigneten Oberbürgermeister liegt Amtsinhaber Ashok Sridharan (CDU) zwar vorne, er müsste aber in die Stichwahl.

Die Bonner Grünen haben gute Chancen, bei der Kommunalwahl am 13. September als stärkste Fraktion in den Stadtrat einzuziehen. Eine von General-Anzeiger und WDR beauftragte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap, der auch nach dem Stimmungsbild in NRW fragte, ergab, dass 35 Prozent der Befragten, die sich als Parteiwähler zu erkennen gaben, für die Grünen votieren wollen. Die CDU käme auf 27 Prozent, die SPD auf 16 Prozent. Weit dahinter erst folgten Bürger Bund Bonn (BBB), FDP, Linke und die AfD. Gefragt haben die Demoskopen insgesamt 1000 wahlberechtigte Bonnerinnen und Bonner zwischen dem 11. und 27. August, wen sie wählen würden, wenn sie am nächsten Sonntag ihre Stimme abgeben müssten. Jeder Dritte der am Telefon interviewten Bürger (35 Prozent) sagte, entweder nicht zur Wahl gehen zu wollen oder noch unentschlossen zu sein.

Im Vergleich zur vergangenen Kommunalwahl 2014 wäre ein solches Ergebnis für die Grünen ein Zugewinn von mehr als 16 Prozentpunkten. Die CDU verlöre mehr als 3 Prozentpunkte, die SPD mehr als 7 Prozentpunkte. Infratest Dimap betont allerdings in seiner Analyse, dass die Umfrage ein Stimmungsbild und keine sichere Prognose ist. Umfragen sind stets mit Unsicherheiten behaftet. Die Unschärfe, also das Abweichen der ermittelten Zahlen geben die Demoskopen mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten an.

OB-Wahl in Bonn: Sridharan liegt vor Dörner

Infratest Dimap hat die Sonntagsfrage auch zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters gestellt, die ebenfalls am 13. September stattfinden wird. Das Umfrageergebnis zeigt einen deutlichen Vorsprung des Bonner Amtsinhabers Ashok Sridharan (CDU) vor seinen Rivalen. 39 Prozent würden ihn wählen. Katja Dörner von den Grünen läge mit 26 Prozent dahinter auf Platz zwei, gefolgt von Lissi von Bülow (SPD) mit 21 Prozent. Die drei Kandidaten von FDP, Linken und BBB kommen auf jeweils vier Prozent. Aber auch bei dieser Frage äußerten 31 Prozent der Befragten, sie wollten nicht zur Wahl gehen oder wüssten noch nicht, wen sie wählen werden. Sollte die OB-Wahl annähernd so ausgehen wie das Umfrageergebnis, liefe es auf einen zweiten Wahlgang hinaus. Wenn ein Kandidat beim ersten Urnengang nicht mehr als die Hälfte der Stimmen holt, fiele die Entscheidung in einer Stichwahl am 27. September zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Die Meinungsforscher haben auch nach den für die Bürger wichtigsten Themen gefragt, weit oben steht der Verkehr.

In Köln deutet sich bei der Kommunalwahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD, Grünen (beide 24 Prozent) und der CDU (23 Prozent) an. Das hat eine weitere Umfrage von WDR und Kölner Stadt-Anzeiger ergeben.

In Köln sieht es für Amtsinhaberin Reker gut aus

Während die Entscheidung um die Sitze im Stadtrat knapp zu werden scheint, darf Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf eine Wiederwahl im ersten Wahlgang hoffen: 61 Prozent der Befragten sprachen sich für die von CDU und Grünen unterstützte parteilose Kandidatin aus. SPD-Kandidat Andreas Kossiski folgt abgeschlagen mit aktuell 22 Prozent.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist es genau anders herum: Dort ist laut der WDR-Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters zwischen SPD-Amtsinhaber Thomas Geisel und CDU-Herausforderer Stephan Keller zu erwarten – beide kommen in der Umfrage auf einen Stimmenanteil von 31 Prozent. Deutlicher sind die derzeitigen Präferenzen bei den Parteien: Dort kommt die CDU auf 33 Prozent. Die SPD würde mit 20 Prozent hinter die Grünen zurückfallen, die mit 25 Prozent rechnen könnten.