Deutsches Museum in Bonn Kommunen und Sponsoren wollen zahlen

Bonn · Für die Zukunft des Deutschen Museums in Bonn zeichnet sich offenbar eine Lösung ab. So soll das bisherige Budget aufgeteilt werden.

Bei einem Arbeitstreffen, an dem Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Rhein-Sieg-Landrat Sebastian Schuster sowie Vertreter des Deutschen Museums und des Stifterverbandes teilgenommen haben, wurde ein Weg diskutiert, um zum Jahreswechsel ein neues Finanzierungsmodell für das Museum zu sichern. Elemente der angestrebten Lösung sind die Aufteilung des bisherigen Budgets von 1,2 Millionen Euro in einen Sockelbetrag von 600.000 Euro sowie in Projektmittel des Fördervereins und anderen privaten und öffentlichen Trägern in gleicher Höhe.

Dieser Sockelbetrag soll nach Angaben des Fördervereins von Gebietskörperschaften der Region, der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis sowie weiteren Landkreisen und Städten übernommen werden. Dafür wollen Sridharan und Schuster werben. Der Förderverein werde dabei über seine Mitglieder im gesamten Rheinland helfen, weitere Landkreise und Städte als Partner zu gewinnen.

Vor einem Jahr hatten Vertreter der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, des Deutschen Museums Bonn und regionale Unternehmen den Förderverein ins Leben gerufen, um das Deutsche Museum zu retten und sich für Bildung und Innovation im Rheinland einzusetzen. Mittlerweile zählt der Förderverein rund 100 Mitglieder aus verschiedenen Unternehmen, Privatleuten und Vertretern der Wissenschaft.

Der Fortbestand des Deutschen Museums in Bonn ist seit dem Beschluss des Bonner Stadtrats, die Zuschüsse des Museums von jährlich 830.000 Euro zu streichen, akut gefährdet. Die Stadt kündigte entsprechend im Januar den Betreibervertrag mit dem Deutschen Museum München zum 31. Januar 2018. (ga)

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort