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Science Slam der Bundeszentrale: Komplizierte Themen witzig erklärt

Science Slam der Bundeszentrale : Komplizierte Themen witzig erklärt

Die Vorträge über die Umgangsprache und das Arbeitsrecht haben gewonnen.

Neueste Erkenntnisse zu nationalen und internationalen politischen und wissenschaftlichen Themen verständlich, humorvoll und kurzweilig vermitteln - dieser Aufgabe stellten sich am Donnerstag die fünf Teilnehmer des ersten Science Slam im Medienzentrum der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Die Slammer waren aus ganz Deutschland angereist, um ihr Forschungsthema in nur zehn Minuten zu präsentieren und anschließend vom Publikum bewerten zu lassen. Alle bezogen sich thematisch auf eine 2016 erschienene Ausgabe der bpb-Reihe "Aus Politik und Zeitgeschehen".

Am Ende gab es zwei Gewinner: Kai Kühne aus Trier und Diana Marossek aus Berlin. Ihre Vorträge zu ihren Promotionsthemen, der Veränderung der Umgangssprache bei den Deutschen und der politischen Arbeitsrechtssprechung, gingen mit je 98 Punkten aus dem Rennen. Eine Wertung, die heraussticht: "Das Publikum hier in Bonn ist sehr wohlwollend und aufgeschlossen uns gegenüber", sagte Diana Marossek, die erst zum vierten Mal auf einer Science-Slam-Bühne stand.

"Das ist wirklich außergewöhnlich und macht großen Spaß." Mitgewinner . Kai Kühne stimmte zu: "Hier wird manchmal über Pointen gelacht, die in Norddeutschland bestenfalls lächelnd ignoriert werden. Vielleicht ist das diese berühmte rheinländische Mentalität, es ist jedenfalls sehr schön, hier zu sein." Er ist schon seit 2010 mit seinem Vortrag auf Science Slams in ganz Deutschland unterwegs.

Während Kühne den Zuschauern die Wege und Umwege der Arbeitsrechtssprechung mithilfe von witzigen Comiczeichnungen nahebrachte, vermittelte Diana Marossek Begriffe wie "Dönerdeutsch", "Kontraktionsartikel" und "Ich schwöre", und stellte das von ihr entwickelte Konzept "Kurzdeutsch" vor.

Beide kamen hervorragend an. Das Publikum war sich einig, dass es die richtige Mischung aus Unterhaltungswert und wissenschaftlicher Erkenntnis ist, die einen guten Vortrag ausmachen.

Knapp geschlagen auf dem zweiten Platz lag der Historiker Christian Krumm, dahinter Literaturwissenschaftlerin Jasmin Centner und Janpeter Schilling, Juniorprofessor für Umwelt- und Konfliktforschung.

Anna Hoff, Pressereferentin der Bundeszentrale, hatte die Idee, das Format "Science Slam" in die neuen Räumlichkeiten des Medienzentrums zu holen. "Wir wollten mit den sperrigen Themen, die wir ja oft haben, die Leute erreichen", erklärt Hoff. "Das Format macht komplizierte Themen, die uns aber alle betreffen, auf witzige und vereinfachende Weise greifbarer."

Ausschnitte des Science Slams gibt es als Videoclips auf https://www.facebook.com/bpb.de.