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Designmarkt in der Fabrik 45: Kreative Köpfe aus der Bonner Region

Designmarkt in der Fabrik 45 : Kreative Köpfe aus der Bonner Region

Beim dritten Designmarkt „Strich & Faden“ in der Fabrik 45 gibt es für die Besucher junge Mode, Kunst und Musik.

Ein Eichhörnchen, das den Betrachter aufgeschreckt anblickt. Kosimo, der Kater, streckt alle Pfoten von sich. Und die Igel Ignaz und Illona stecken ihre Schnauzen zusammen. Alle lagen zusammen auf dem Tisch – als Illustrationen der Kölner Künstlerin Lea Gudrich. Kunst wie diese, Mode und Musik gab es am Samstag beim „Strich & Faden“-Designmarkt in der Fabrik45 zu sehen.

Die Tiere von Lea Gudrich waren mit schwarzer Tusche und einer feinen Feder gezeichnet – großflächig eingefärbt mit bunten Aquarellen. Zum Verkauf stehen die Illustrationen nur als Drucke. „Die Tiere sind so gezeichnet, dass sie in ihren Charaktereigenschaften eingefangen sind“, erklärte die junge Verkäuferin. Die Rückmeldungen der Besucher seien gut: „Ich habe heute schon einiges verkauft.“

An einem anderen Stand gab es Stofftragetaschen mit filigranen Mustern, Beanie-Mützen in oliv und burgunderrot sowie modischen Schmuck. Auch ein mobiles Tattoo-Studio war zu finden. „Hier verkaufen überwiegend Leute aus der Region“, erklärte Andrew Triebe.

Schon 23 Verkäufer dabei

Der 35-Jährige hat den Designmarkt organisiert. „Die Bewerbung einiger Verkäufer haben wir abgelehnt, weil sie überregional waren.“ Wie regional etwa der Stand von „Altstadt Apparel“ war, verriet schon der Name. Unter diesem Label werden Shirts und Taschen mit Motiven verkauft, die auf ihre Bonner Herkunft verweisen.

Der Designmarkt in der ehemaligen Maschinenfabrik an der Viktoriabrücke fand zum dritten Mal statt. „Beim ersten ›Strich & Faden‹ waren gerade einmal 13 Verkäufer dabei – nun sind es 23“, erklärte Triebe. Viele von ihnen haben eigentlich einen anderen Beruf und arbeiten in ihrer Freizeit an den Produkten. Etwa das Label „Soulbox Clothing“: Die Shirts, Kapuzenjacken, Taschen und Mützen der Siegburger Marke sind mit schrulligen Schriftzügen und Illustrationen bedruckt.

Christoph Schneider hatte zum ersten Mal einen Stand bei „Strich & Faden“. Der Bonner bot Hängeleuchten an, die aus leeren Sprühdosen hergestellt waren. Besonders interessiert waren die Besucher aber an seinen Bastelsets: ein roter Fuchs, das Haupt eines Schafbocks, ein aggressiver Wolfskopf. Die Figuren hat Schneider selber entwickelt.

Wer ein Set kauft, muss die Papierteile mittels einer Anleitung selbst zusammenkleben. „Die Bastelsets finden viele Leute toll – aber oft trauen sie sich das Zusammenbauen nicht zu“, so Schneider. „Man muss Spaß daran haben!“ Durch die verschiedenen kleinen Flächen, aus denen das fertige Tier besteht, erhalten die Figuren ein besonders modernes Aussehen. Damit passen Schneiders Waren gut zum Angebot des Designmarkts. „Neben der Regionalität ist es auch wichtig, dass alles irgendwie zusammenpasst“, so Triebe. „Omas Topflappen würden hier nicht so gut ankommen.“