1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Für Bonner und Flüchtlinge: Kunst und Kultur zum Mitmachen

Für Bonner und Flüchtlinge : Kunst und Kultur zum Mitmachen

Die Kampagne „Save me“ setzt sich für die dauerhafte Aufnahme und Integration von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen im Rahmen der UNHCR-Flüchtlingshilfe ein. „Save me“ will die Willkommenskultur fördern und praktische Unterstützung für Flüchtlinge leisten – in Bonn und im Rahmen ähnlicher Kampagnen in ganz Deutschland.

Iltaf Haidari arbeitet an einer kleinen Tontafel, die später mit den Arbeiten anderer Teilnehmer zu einer Collage zusammengefügt werden soll, Abbas Obaid poliert ein glänzendes Kupferschälchen, um es zur Emaillierung vorzubereiten, und die 13-Jährigen Adnan und Tamar arbeiten mit Karo Mohammed an einem Trickfilm. Drei Projekte, eine Idee: Charlotte Stahmann wollte sich für Flüchtlinge engagieren und stieß dabei auf die bundesweite Kampagne „save me“. Schnell war die Idee geboren, Integration mit Kunst zu verbinden, und so kontaktierte die Kunststudentin ihren ehemaligen Kunstlehrer.

Kilian Siefert von der Otto-Kühne-Schule war sofort Feuer und Flamme und so konnten am Sonntag bereits zum fünften Mal knapp 50 Flüchtlinge in den Räumen der Privatschule an diversen Kunstprojekten arbeiten. Es sei bemerkenswert, wie manche Teilnehmer bei der Arbeit plötzlich ganz unbeschwert seien, so die Initiatorin. Unterstützt werden Stahmann und Sievert von Gisela Rubbelt im Café sowie weiteren Freiwilligen.

Zum Konzept gehören gemeinsame Aktivitäten, um die neue Heimat und die deutsche Gesellschaft besser kennen und verstehen zu lernen, sowie die Vermittlung von Mentoren, insbesondere zur Unterstützung beim Deutschlernen. Für Osterzeit haben sich die Macher eine ganze Reihe von Programmpunkten einfallen lassen.

Sie laden alle Bürger ein, gemeinsam mit christlichen, muslimischen und andersgläubigen Flüchtlingen zu feiern. Der Kunstnachmittag war der Auftakt. Es stehen weitere Aktionen wie eine Fahrt zum Kölner Dom, ein Picknick im Botanischen Garten oder ein Spielenachmittag auf dem Programm. Ermöglicht wurde es nicht zuletzt durch die vielen Kooperationspartner sowie das Bonner Spendenparlament, das für die Sachmittel aufkam.