Bauprojekt an der Lennéstraße Grundstein der Mensa Nassestraße ist gelegt

Bonn · Mit der feierlichen Grundsteinlegung geht das Bauprojekt Carré Mensa Nassestraße in Bonn in die heiße Phase. Die lärmintensiven Abrissarbeiten sind vorbei, nun wird mit dem Rohbau begonnen. Die Eröffnung des neuen Campus ist für 2026 vorgesehen.

Bei der Grundsteinlegung zum Bauprojekt Carré Mensa Nassestraße: Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerk Bonns, und Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Bei der Grundsteinlegung zum Bauprojekt Carré Mensa Nassestraße: Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerk Bonns, und Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Foto: Benjamin Westhoff

Die Tiefbauphase ist beendet, nun folgt der Hochbau. In den nächsten Wochen wird die Bodenplatte gegossen. Das nahmen städtische und landesweite Vertreter der Universität, des Studierendenwerks, der Studierendenvertretung und die Oberbürgermeisterin Katja Dörner am Mittwochmittag zum Anlass, symbolisch einen Grundstein zu legen.

Für die geladenen Gäste wurden die Bauzäune an der Lennéstraße geöffnet. Eine für die Begehung der Baustelle eingerichtete Rampe führte inmitten des Herzens des Projekts. Umgeben von meterhohen Wänden und unterhalb der Abrisskante des Bestandsgebäudes in der Lennéstraße begrüßte Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerk Bonns, die Gäste zur feierlichen Grundsteinlegung.

Carré soll Campus der Zukunft werden

Mit dem Bauprojekt begonnen wurde im September 2022 – Anfang 2026 sollen sich erste Studierende am neuen Campus aufhalten können. Aus der Baustelle zwischen Kaiser-, Nasse-, und Lennéstraße soll unter anderem eine neue Mensa mit etwa 1000 Sitzplätzen, ein Wohnheim mit Platz für 106 Studenten und ein Bürogebäude für die Verwaltung des Studierendenwerks entstehen. Durch die geplante Tiefgarage bleibt viel Fläche für Begrünung, Freianlagen und Fahrradparkplätze.

Es soll ein „Campus der Zukunft“ werden, sagt Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des deutschen Studierendenwerkes. In Zeiten der Digitalisierung soll das Carré ein Begegnungsort werden, an dem Studierende trotz der immer stärker zunehmenden digitalen Lehre persönlich aufeinandertreffen, sagt Robert Anders, Pressesprecher des Studierendenwerks Bonn.

Bei den Tiefbauarbeiten lief nicht alles nach Plan

Als vor etwa einem Jahr die gleichen Gesichter zum Spatenstich zusammenkamen, standen sie ebenerdig am Rande der Baustelle und es war von einer Eröffnung im Jahr 2025 die Rede. Dies sei schon damals ambitioniert gewesen, sagt Huber. Bei den Tiefbauarbeiten, vor allem bei der Einrichtung der Baugrube sei nicht alles nach Plan gelaufen. Um das Anliegen so schnell wie möglich umzusetzen, auch mit dem Bewusstsein über die Zumutungen, die die Anwohner ertragen mussten, soll Anfang 2026 das Carré Nassestrasse eröffnet werden.

Mindestens ein Jahr Bauzeit ist für den Rohbau eingeplant, der nun, wie Christian Hauser, Projektleiter des Studierendenwerks, sagt, „aus dem Keller hinauswächst“. Zwei Kräne stehen schon bereit, ein dritter folgt. Die zum Leidtragen der Anwohner lärmbelastende Phase des Abbrisses und Einrichtung der Baustelle ist vorbei. Jetzt folgt die Bodenplatte, die Kellerwände werden hochgezogen und der Rohbau, der das Skelett bildet. „Wir werden keine Entspannung auf der Straße haben, Anlieferungen wird es weiterhin geben, aber die Lärmbelästigung wird deutlich weniger. Und sobald wir in den Innenausbau gehen wird es noch mal deutlich leiser“, sagt Hauser.

Symbolischer Grundstein wird als Zeitkapsel im Gebäude verewigt

Einen dreistelligen Millionenbetrag erfordert das Projekt. „Grundsätzlich sind wir im Budget, aber wir haben mit den allgegenwärtigen Umständen zu kämpfen wie Preissteigerungen und Knappheiten“, sagt Hauser. Einen historischen Fund gab es beim Aushub nicht – außer einen alten Bunkerbereich, der auch in Teilen zurückgebaut und erhalten geblieben ist. „Aus Bausicht haben wir Glück gehabt, ein Fund kann nämlich zu Unterbrechungen führen. Der Landschaftsverband Rheinland war dabei, als wir hier mit der Schaufel den Boden weggezogen haben“, sagt Hauser.

Mit der symbolischen Grundsteinlegung beginnt die heiße Phase des Großprojekts. Eine zylinderförmige Kapsel aus Kupfer füllte Anders mit symbolischen Gegenständen: Der Vorhabeplan des Projekts, ein aktueller Satz an Euro-Münzen, Anliegerinformationen über das Projekt und die tagesaktuelle Ausgabe des General-Anzeigers. Diese Kapsel wurde verlötet und bleibt auf Ewig verschlossen. Als Zeitkapsel soll sie zukünftig hinter dem Mauerwerk zu finden sein. Wo genau wisse man noch nicht, vielleicht im Außen- oder Innenbereich in der Nähe des Eingangs, sagt Anders.

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