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Lichterfest "Bonn leuchtet" in der Innenstadt gestartet

Lichterfest in der Innenstadt : Bonn leuchtet wieder

Gastronomen und Imbiss-Betreiber berichten bereits zum Start des Lichterfests „Bonn leuchtet“ von einer belebteren Innenstadt. Bis zum verkaufsoffenen Sonntag erleuchten Lichtinstallationen die City. Der Veranstalter rechnet mit 200.000 Besuchern.

Zwei farbenfroh erleuchtete Abende stehen der Bundesstadt bevor. Wenn die Wahrzeichen der Bonner Innenstadt in beeindruckenden Lichtprojektionen, wie bereits am Freitagabend, erstrahlen, heißt es: Bonn Leuchtet. Nachdem das traditionell am ersten Novemberwochenende stattfindende Fest 2020 abgesagt werden musste, durften und dürfen sich die Besucherinnen und Besucher dieses Jahr auf künstlerisch hochwertige Lichtinszenierungen freuen.

Neben dem Augenschmaus kommt der Gaumen dank des gleichzeitig stattfindenden Foodfestivals ebenfalls nicht zu kurz. Bis zu 40 Food-Trucks und Stände stehen über die gesamte Innenstadt verteilt. Der anstehende verkaufsoffene Sonntag soll sein Übriges dazu tun, um das Wochenende in der City zu einem besonders belebten zu machen.

Bereits vor Einbruch der Dämmerung waren am Freitag viele Imbiss- und Geschäftsinhaber angesichts der bevorstehenden Illuminationen vorsichtig optimistisch. Die Zuversicht teilten sie sich dabei mit dem Veranstalter, dem City-Marketing, das mit mehr als 200.000 auswärtigen Besuchern an diesem Wochenende rechnet. „Wenn die Lichter angehen, werden sicherlich noch mehr Leute da sein als es jetzt schon sind“, hoffte Christa Janke vom Stand des Weingutes Achim Rupp am frühen Abend. Bereits seit 2013 bedient sie auf dem Marktplatz eine stetig wachsende Stammkundschaft. Für Bonn Leuchtet stellte sie eigens einen weiteren Stand auf dem Münsterplatz auf. Wie alle Gastronomen ist Janke froh über eine belebte Innenstadt und hat für die Abstands- und Maskendisziplin der Besucher nur Lob übrig. „Die Leute verhalten sich absolut diszipliniert“, so Jahnke.

Ähnlich sah es Leon Barber vom Stand nebenan. Er kam bereits zum vierten Mal aus Rheinberg zum Fest, um mit seinen „Churros“ ein wenig spanischen Flair nach Bonn zu bringen. „Aktuell ist es noch ruhig, aber das Lichtfest wird die Leute anlocken und außerdem ist zum Glück für die kommenden Tage gutes Wetter angesagt“, gab sich Barber zuversichtlich. Ebenso wie Eleonora Harms, die seit Jahren mit ihrem Reibekuchenstand am Fest teilnimmt. „Wenn es dunkel wird, kommen die Leute. Da bin ich sicher. Ich bin ja nicht zum ersten Mal dabei“, sagte Harms.

Rathaus mit zwei Projektoren beleuchtet

In der Tat füllten sich sowohl Münster- als auch Marktplatz merklich, als es mit der Show losging. So erkannte Mountasser El-Fabfouhe, Mitarbeiter des Jek-Food-Trucks, am Marktplatz einen „merklich höheren Kundenandrang als an gewöhnlichen Freitagen“. Gemeinsam mit seinen Kollegen war er somit zu beschäftigt, um das ab 18 Uhr mit zwei großen Projektoren eindrucksvoll beleuchtete Rathaus zu bestaunen. Auch das nahe Uni-Hauptgebäude war da bereits in angenehme Blau-, Grün-, Rot-Töne getaucht. Sehr zur Freude von Jantje Versteekt, die mit einer Freundin aus Niederkassel gekommen war: „Wir waren vor drei Jahren schon mal beim Lichtfest da. Ich finde es super schön hier.“

Die abwechslungsreichen und kreativen Ideen des Lichtkünstlers Wolfgang Flammersfeld sorgten bereits am frühen Abend dafür, dass man überdurchschnittlich viele mit Kameras ausgestattete Menschen antraf. Wie etwa am beleuchteten Sterntor – worüber sich die Trierer Winzerin Marion Klein an ihrem Stand direkt gegenüber freute. „Wir sind zum ersten Mal in Bonn und uns gefällt es sehr. Jetzt am Abend läuft das Geschäft auch merklich besser. Die Bonner trinken gern unseren Wein“, scherzte Klein. Viele ansässige Gastronomen verzeichneten ebenfalls eine gute Besucherzahl. Wie im stilvoll bestrahlten Café Midi, wo man von „guter Stimmung und immer mehr Gästen“ berichtete. „Es ist wieder ein bisschen wie früher. Ich denke, es tut uns allen gut, dass wieder ein Stück weit Normalität einkehrt“, befand Tuba Koyuncu, Leiterin der Merzenich-Filiale am Münster. „Wir merken, dass heute mehr Kunden als gewöhnlich kommen.“