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Von Stadt Bonn und Erzbistum Elternvertretung kritisiert Absichtserklärung zur Liebfrauenschule

Südstadt · Die Elternschulpflegschaft der Liebfrauenschule kritisiert die Absichtserklärung von Stadt Bonn und Erzbistum Köln. Demnach soll die „schulische Nutzung“ schrittweise an die Kommune übergehen. Die Elternvertretung will weiterhin einen neuen, privaten Träger suchen.

 Mitglieder der Liebfrauenschule haben in den vergangenen Wochen mehrfach gegen die Schließung protestiert.

Mitglieder der Liebfrauenschule haben in den vergangenen Wochen mehrfach gegen die Schließung protestiert.

Foto: Sebastian Flick

Die Liebfrauenschule (LFS) in Bonn soll als Schulstandort erhalten bleiben und die „schulische Nutzung“ an die Stadt übergehen - das haben Kommune und Erzbistum Köln in einer Absichtserklärung nun festgelegt. Die Elternschulpflegschaft des Mädchengymnasiums hat dazu auf der Internetseite „Rettet die LFS“ eine kritische Stellungnahme veröffentlicht. „Die Absichtserklärung des Erzbistums mit der Bundesstadt Bonn erwischt uns ohne jede Vorwarnung!“, erklärte sie. „Wir arbeiten weiter daran, einen anderen privaten Träger zu finden, der den wertegebunden Charakter unserer Liebfrauenschule erhält und weiterentwickelt.“ Die Schulpflegschaft wolle darüber am Dienstagabend mit dem Erzbistum sprechen.

Das Erzbistum hatte im Frühjahr angekündigt, den Betrieb der traditionsreichen Mädchenschule bis 2029 auslaufen zu lassen und deshalb ab dem Schuljahr 2024/2025 keine neuen Eingangsklassen mehr aufzunehmen. Die Schulgemeinschaft wehrt sich dagegen seit mehreren Wochen. „Da eine Absichtserklärung keine bindende Wirkung hat, arbeiten wir weiter an einer langfristigen Lösung für unsere Töchter und folgende Generationen“, schreibt die Elternvertretung nun. Dass das Erzbistum wieder versuche „einseitig Fakten zu schaffen“, reihe sich ein „in die Abwicklungs-Strategie“.

Mit der Absichtserklärung, die von Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) und Frank Hüppelshäuser, Amtsleiter des Erzbistums, unterschrieben wurde, haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass das Erzbistum die Liegenschaft der LFS schrittweise an die Stadt für eine städtische Schulnutzung übertragen wird. Die Räume, die frei werden, weil ab 2024 keine neuen Eingangsklassen aufgenommen werden, sollen durch das benachbarte städtische Clara-Schumann-Gymnasium genutzt werden.