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Festspielhaus: Lob für das Engagement der Telekom

Festspielhaus : Lob für das Engagement der Telekom

Die Zusage der Deutschen Telekom, den Betrieb eines Beethoven-Festspielhauses maßgeblich zu unterstützen, sowie der von der Post in Auftrag gegebene und jetzt im Rathaus vorgestellte Businessplan für den Festspielhaus-Betrieb haben unter den Stadtratsfaktionen unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Positiv reagierte die SPD auf die jüngsten Entwicklungen beim Festspielhaus-Projekt. "Wir freuen uns sehr, dass die Telekom wieder gemeinsam mit Post, Verwaltung, einem Großteil der Politik und den engagierten Bürgern im großen Festspielhaus-Boot sitzt", sagte Fraktionschefin Bärbel Richter. Wichtig sei der SPD vor allem, dass ein seriöses Zahlenwerk mit Businessplan vorgelegt werde, mit dem gearbeitet werden könne. "Denn die Zeit rennt", mahnte sie. Die Bonner SPD stehe für dieses Konzerthaus und zugleich dafür, dass die Beethovenhalle erhalten und in sinnvollem Maß saniert sowie dass das Umfeld städtebaulich aufgewertet werden soll. Die SPD bekräftigte den Ratsbeschluss, in den Bau des Festspielhauses kein städtisches Geld zu investieren.

Wie zuvor bereits die Grünen, so forderten jetzt auch die Linken, der Businessplan solle umgehend den politischen Gremien zu Verfügung gestellt werden. Der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Jürgen Repschläger, zeigte sich zudem überrascht, dass offenbar zwei weitere festivalartige Konzertreihen etabliert werden sollen. Das passe nicht mit der Entscheidung zusammen, das Beethovenfest im Umfang zu reduzieren, weil die Publikumszahlen kein vierwöchiges Fest hergeben.

Wilfried Löbach, Vize-Fraktionschef der FDP, begrüßte ebenfalls das Engagement der Telekom für das Festspielhaus. "Dass die Telekom jetzt offenbar einen Großteil der Betriebskosten-Deckungslücke übernehmen will, bewerten wir als einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des Festspielhauses", sagte er. Dies sei eine Ermutigung für alle Privaten, die sich mit einem eigenen Beitrag für das Festspielhaus engagieren wollten. Löbach: "Diese neue Entwicklung belehrt alle diejenigen eines Besseren, die dem Beethoven-Festspielhaus bereits das Totenglöcklein geläutet haben."