Sohn von Joey Kelly auf Reisen Spannender Wettlauf mit den „Bosco Boys“ in Nairobi

Bonn · Nelson Penedo und Luke Kelly blicken gemeinsam auf ihre Reise nach Nairobi und den Besuch des Straßenkinder-Zentrums "Bosco Boys" zurück. Die Reise hat sie geprägt.

 Nelson Penedo, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Bonn, und Luke Kelly blicken auf ihre Reise nach Nairobi und den Besuch des Straßenkinder-Zentrums "Bosco Boys" zurück.

Nelson Penedo, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Bonn, und Luke Kelly blicken auf ihre Reise nach Nairobi und den Besuch des Straßenkinder-Zentrums "Bosco Boys" zurück.

Foto: Sebastian Flick

Mit vielen positiven Eindrücken und neuer Motivation für weitere Projekte ist Luke Kelly von seiner Kenia-Reise zur Don Bosco Mission Bonn zurückgekehrt. Der Marathonläufer hatte das von der Mission aufgebaute Straßenkinder-Zentrum „Bosco Boys“ in Nairobi besucht und die Kinder vor Ort zu sportlichen Top-Leistungen motiviert. Begleitet wurde er dabei von Nelson Penedo, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Bonn. Gemeinsam blickten sie anhand einiger Fotografien auf die bewegende Reise zurück. „Hier habe ich mit 350 Kindern einen Wettlauf bestritten und hier hat mich einer der Jugendlichen zum Wettspringen motiviert“, erklärte Kelly. Von der Lebensfreude und der Offenheit der Kinder war er überrascht: „Ich war direkt Teil der Gruppe, fühlte mich sehr gut aufgenommen“, erzählte er.

50 Straßenkinder werden in der Einrichtung „Bosco Boys“ der Salesianer Don Boscos aufgefangen. Auch eine Schule und ein Ausbildungszentrum gehören zur Einrichtung, die von insgesamt rund 2500 Mädchen und Jungen besucht wird. Viele von ihnen sind in den Armenvierteln Nairobis aufgewachsen, sind vor Gewalt geflüchtet und haben auf der Straße ums Überleben gekämpft. Das „Bosco Boys“-Zentrum leistet auch Rehabilitationsarbeit für Kinder, die in die Drogenabhängigkeit geraten sind. Ziel der in Nairobi vor Ort tätigen Don Bosco Sozialarbeiter ist es, die Straßenkinder in einen geregelten Alltag zurückzuführen und wieder mit ihrer Familie zusammenzuführen.

Kelly Family unterstützt die Salesianer

Seit drei Jahren engagiert sich Luke Kelly, Sohn von Kelly Family-Mitglied Joey Kelly, in der Don Bosco Mission Bonn. Deren Arbeit ist der Kelly Family schon seit Langem nicht unbekannt: „Opas Lieblingsheiliger war Don Bosco“, berichtete Luke Kelly. Als Botschafter unterstützt der 22-Jährige die Einrichtung auf vielfältige Weise. Wichtig war es ihm dabei, ein eigenes Projekt zu etablieren. „Als Marathonläufer wollte ich schon immer mal nach Kenia. Am liebsten nach Iten, denn da trainieren alle Athleten. Als ich aber von den „Bosco Boys“ hörte, wusste ich, das ist es! Das Projekt möchte ich unterstützen!“, so Kelly. Sein erster Besuch kann als großer Erfolg verbucht werden: Der Wettlauf mit einem Profi-Marathonläufer hatte den Kindern nicht nur viel Spaß bereitet, sondern ihnen auch neue Lebensfreude gegeben. „Wir sind sehr glücklich, Luke als Botschafter gewonnen zu haben. Er wird sicher nicht nur in Nairobi, sondern auch in Deutschland Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern“, sagte Penedo und ergänzte: „Für Kinder wie die Bosco Boys ist die Unterstützung vor Ort sehr wichtig“.

Während seines Besuches bei den „Bosco Boys“ tauchte Kelly auch in deren Alltag ein. So war er dabei, als Salesianer Pater, Direktor der Einrichtung „Bosco Boys“ eine alleinerziehende Mutter von mehreren Kindern in deren zwölf Quadratmeter großen „Wohnung“ besuchte, um über den Lernfortschritt in der Schule zu berichten oder lernte Kinder wie David (15) kennen, der ihm stolz sein gesamtes Hab und Gut präsentierte, das in eine kleine Box passt. „Die Kinder leben hier in sehr ärmlichen Verhältnissen, sind aber dennoch glücklich, mit dem, was sie haben“, stellte Kelly fest. Vor allem aber zeigte er sich beeindruckt, was Don Bosco in Nairobi leistet und schätzte die Arbeit von Menschen wie Salesianer Pater, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, den Ärmsten zur Seite zu stehen. „Es ist unsere gemeinsame Mission, anderen Menschen zu helfen, heute besser zu leben, als gestern“, betonte Kelly. Als Don Bosco Botschafter möchte er im nächsten Schritt Schulen in Bonn besuchen, um von seinen Reiseerfahrungen zu berichten.

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