Viele Verdienste LVR-Christophorusschule verabschiedet langjährige Schulleiter

Bonn · Mit Susanne Gräfin Lambsdorff und Jürgen Hammerschlag-Mäsgen verlässt das bisherige Leitungsduo die LVR-Christophorusschule in Bonn – und blicken auf viele Verdienste zurück.

Susanne Gräfin Lambsdorff und Jürgen Hammerschlag-Mäsgen vor versammelter Belegschaft der LVR-Christophorusschule.

Susanne Gräfin Lambsdorff und Jürgen Hammerschlag-Mäsgen vor versammelter Belegschaft der LVR-Christophorusschule.

Foto: Abir Kassis

Die LVR-Christophorusschule in Bonn verabschiedete heute ihre langjährigen Schulleiter Susanne Gräfin Lambsdorff und Jürgen Hammerschlag-Mäsgen in den Ruhestand. Bei einer feierlichen Zeremonie würdigten Redner und Gäste die beiden Pädagogen, die jeweils rund 20 Jahre lang die Geschicke der Förderschule des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) mitgestaltet haben.

Seit 2004 leitete Susanne Lambsdorff die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“. Ihre engagierte und innovative Arbeit hat die Schule nachhaltig geprägt. In ihrer Abschiedsrede betonte Alexandra Schwarz, LVR-Dezernentin für Schulen, Inklusionsamt und Soziale Entschädigung, die außergewöhnlichen Leistungen von Lambsdorff: „Sie hat besondere Räume geschaffen, in denen sich alle wohlfühlen und entfalten können. Als Sprecherin des Förderschwerpunkts körperliche und geistige Entwicklung hat sie zahlreiche Projekte und besondere Momente ins Leben gerufen.“ Besonders hervorgehoben wurde Lambsdorffs Reform der Klassenzusammensetzung, die inklusiv gestaltet wurde, um ein besseres Miteinander und Voneinander-Lernen zu ermöglichen.

Beitrag zur Unesco-Projektschule

Schwarz ging auch auf Lambsdorffs Beitrag zur Unesco-Projektschule ein, der die Schule seit 2006 angehört. Mit Initiativen wie dem Präventionskonzept gegen Gewalt und der Integration von tiergestützter Pädagogik habe sie innovative Maßstäbe gesetzt. Vier Schulhündinnen seien mittlerweile fester Bestandteil des Schullebens. „Durch ihre Arbeit hatte diese Schule auch Pilotcharakter in der Frage, wie Schulen für Pflegemöglichkeiten aussehen müssen“, sagte Schwarz.

Jürgen Hammerschlag-Mäsgen, seit 1991 Lehrer an der LVR-Christophorusschule und seit 2003 stellvertretender Schulleiter, wurde ebenfalls mit herzlichen Worten verabschiedet. Hammerschlag-Mäsgen wurde für seine Kompetenz und Kreativität gelobt. „Er war immer vorne mit dabei, getreu dem Motto: ‚Geht nicht, gibt’s nicht‘“, so die Dezernentin. Hammerschlag-Mäsgen initiierte wichtige Projekte wie die Mofa-AG, den Fahrrad-Reparaturdienst und eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Tunesien. „Auch sein Einsatz für das digitale Wachstum dieser Schule war unermüdlich“, ergänzte Schwarz. Vor allem als Schulleitungs-Duo seien er und Lambsdorff „unschlagbar“ gewesen.

In einer moderierten Talkrunde, geleitet von Günter A. Menne, reflektierten die scheidenden Schulleiter gemeinsam mit Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, und Sara Pozzi, Vorsitzende der Schulpflegschaft, über ihre Zeit an der Schule.

Auf die Frage, wie sich die Schule in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, hob Lambsdorff ein Schlüsselwort hervor: Kompetenz. Die Förderziele seien mittlerweile klarer formuliert und könnten somit gezielter verfolgt werden. Lambsdorff betonte auch die Bedeutung der nachschulischen Perspektiven: „Unsere Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein integraler Teil der Gesellschaft.“ Man arbeite stets intensiv daran, den Schülern das Wissen zu vermitteln, das sie auf das gesellschaftliche Leben vorbereitet.

Hammerschlag-Mäsgen unterstrich die Relevanz neuer Medien, die bei der Gestaltung des Schulalltags eine entscheidende Rolle spielen: „Durch diese Entwicklungen haben sich die Lehrmethoden und die Art und Weise, wie Schüler lernen und kommunizieren, grundlegend verändert.“ Während es damals kaum technische Ausstattung gab und das Telefon noch ein Kabel hatte, ermöglichten Computer heutzutage eine Vernetzung mit Menschen überall auf der Welt.

Die Nachfolge des Schulleiter-Duos steht inzwischen fest und wird bald offiziell kommuniziert.