Theater Bonn Chordirektor der Oper verlässt Bonn

Bonn · Der gebürtige Mailänder Marco Medved wechselt von Bonn ans Opernhaus im süditalienischen Bari. Generalintendant Bernhard Helmich bedauert den Weggang.

Chordirektor Marco Medved.

Chordirektor Marco Medved.

Foto: Thilo Beu/THILO BEU

Der Premierentag von Sergej Prokofjews Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ am kommenden Sonntag wird für den Direktor des Bonner Opernchors, Marco Medved, zugleich sein letzter Arbeitstag in Bonn sein. Der gebürtige Mailänder wird künftig in gleicher Position am Petruzzelli Theater im süditalienischen Bari arbeiten. Es sei nun an der Zeit, sich in ein „neues faszinierendes Abenteuer zu stürzen und wieder als Chorleiter in Italien zu arbeiten“, schreibt Medved in einem Facebook-Post. Er danke dem Theater und dem Chor in Bonn, „dass sie mir erlaubt haben, als Mensch und als Musiker zu wachsen“.

Bonns Generalintendant Bernhard Helmich bedauert den Weggang von Medved, wie er dem General-Anzeiger am Dienstag mitteilte: „Unter der Leitung von Marco Medved hat sich unser Chor hervorragend entwickelt. Nur wenige Opernchöre in Europa können mit einer Leistung glänzen, wie wir sie beispielsweise in dieser Spielzeit bei ‚Moses und Aron‘ erleben durften. Ich lasse Marco Medved nur ungern gehen, freue mich aber, dass er diese wunderbare Möglichkeit erhält.“

Medved, der sein Studium am Konservatorium Giuseppe Verdi im Mailand mit Auszeichnung abschloss, ist nach verschiedenen Stationen seit Spielzeit 2015/2016 Chordirektor in Bonn. Zu den Höhepunkten seiner Arbeit mit dem Opernchor zählen neben Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ Produktionen unter anderem von Ludwig van Beethovens „Fidelio“ und Richard Wagners „Lohengrin“. Seine erste Arbeit in Bari wird die Uraufführung der Oper „Il labirinto di Creta“ des italienischen Komponisten Nicola Piovani sein, der 1999 für seine Filmmusik zu Roberto Benignis „Das Leben ist schön“ einen Oscar erhielt.

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