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Maus landet auf der Uniklinik Bonn: „Sendung mit der Maus“ feiert 50. Geburtstag

„Sendung mit der Maus“ feiert am 7. März 50. Geburtstag : Die Maus landet auf der Bonner Uniklinik

Stell Dir vor, die Maus wird 50 und die Bonner Uniklinik gratuliert. Am 7. März feiert „Die Sendung mit der Maus“ Jubiläum und die Titelheldin bereitet sich mit zahlreichen Gästen auf das große Fest vor. Zu den Gastgebern zählt auch die Bonner Uniklinik, auf deren Hubschrauberlandeplatz die Maus zu sehen sein wird.

Das orangefarbene Geburtagskind reist als Logo auf Münsteraner Müllfahrzeugen mit, klebt auf Essener Polizeiautos und landet als solches wohl auch auf dem Hubschrauberlandeplatz der Bonner Uniklinik. Das teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Dienstag in einer Pressekonferenz mit. Was allerdings wohl eher im übertragenen Sinn zu verstehen ist. Wann genau es so weit sein wird und wie die Sache vonstatten geht, steht noch nicht fest. „Das Universitätsklinikum Bonn will würdig zum 50. Geburtstag gratulieren“, sagte Felix Heyder, Sprecher des Herzzentrums, dem GA auf Anfrage, hüllte sich aber darüber hinaus in Schweigen.

Allerdings wissen Fans der Zeichentrickfigur mit den sechs Schnurrbarthaaren, dass dies nicht die erste Luftnummer der Maus wird, die übrigens weder Namen noch Geschlecht hat. Ganz so, wie es sich für eine Zeichentrickfigur gehört. Die Protagonistin der Lach- und Sachgeschichten, die bereits Generationen von Kindern nebst ihrer Eltern begeisterte und schlauer machte, flog unter anderem an der Seite von Alexander Gerst ins All. Der Geophysiker aus Künzelsau nahm die Maus mit auf die ISS. Beim Start baumelten die Maus und ihr Kumpel, der blaue, ebenfalls namenlose Elefant, in ihren Raumanzügen 20 Zentimeter neben dem Kopf des Astronauten, der übrigens deutlich jünger ist als die Maus.

Kernspaltung mit Mausefallen

Aber das ist nicht allein der Grund, warum er nach eigenem Bekunden stets zur Maus aufgeblickt hat. „Die Maus hat mir einen Flug ins All voraus“, sagte er gestern auf der Pressekonferenz des WDR. Insgesamt habe sie sogar ein ganzes Jahr im All verbracht. „Sie war für mich eine Mentorin“, zollte Gerst der Maus Respekt. Er erinnerte sich daran, wie sie in seiner Kindheit anhand von Mausefallen und Tischtennisbällen die Kernspaltung erklärt habe. Was den Physiker offensichtlich nachhaltig begeistert hat und zugleich zeigt, zu wie viel Selbstironie – Vorsicht, Falle! – die Maus in der Lage ist.

Mit Gratulationen für seine Weggefährtin wollte sich Gerst zunächt noch bis zum Geburtstag zurück halten, der am 7. März mit einer Sondernsendung gefeiert wird. Schließlich bringen Glückwünsche im Vorfeld angeblich Unglück. Aber einen Rat hatte er bereits zuvor für die Maus in petto: „Bleib genauso wie Du bist – eine Entdeckerin.“ Dem werden sich Generationen von Maus-Fans sicher anschließen.