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Unfallstatistik 2015 für Bonn und die Region: Mehr Tote, weniger Schwerverletzte

Unfallstatistik 2015 für Bonn und die Region : Mehr Tote, weniger Schwerverletzte

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei ist im Jahr 2015 gesunken. Die Bonner Polizei verzeichnete 16.146 Unfälle. Dabei wurden jedoch zwölf Menschen getötet.

16.146 Mal hat es im vergangenen Jahr auf den Straßen in Bonn, Bad Honnef, Königswinter und dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis gekracht. Zum Vergleich: 2014 verzeichnete die Bonner Polizei 16.470 Zusammenstöße. Das geht aus der Unfallstatistik hervor, die die Beamten am Montag vorgestellt haben.

Generell ist die Statistik von sinkenden Fallzahlen geprägt: Es gab nicht nur weniger Unfälle, es gab auch weniger Schwerverletzte (2015: 269; 2014: 312), weniger Leichtverletzte (2015: 2045; 2014: 2185) und weniger Verkehrsunfälle mit hohem Sachschaden (2015: 1856; 2014: 2029).

„Der einzige Wermutstropfen ist die Zahl der Verkehrstoten, die gestiegen ist“, sagte Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa. Kamen 2014 neun Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, waren es im vergangenen Jahr zwölf: fünf Fahrradfahrer, drei Fußgänger, drei Autoinsassen und ein Motorradfahrer.

Generell aber gelte: „Das Risiko in Bonn und Umgebung einen Unfall zu erleiden ist geringer, als im Landesdurchschnitt“, so Brohl-Sowa. Das zeige die so genannte Unfallhäufigkeitszahl. Diese liegt in Bonn bei 3005, im Land bei 3425.

Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 665 Fahrradfahrer. Das sind 76 weniger als 2014. 79 davon wurden so schwer verletzt, dass sie stationär in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 115. Besonders die Innenstädte von Bonn, Beuel und Bad Godesberg bergen Gefahren für Radfahrer. Dort ereignen sich drei von vier Unfällen, bei denen Radfahrer verletzt werden.

Unfallstatistik

Nach wie vor gibt es relativ viele Fahrerfluchten: 4148 Mal – bei jedem vierten Unfall - fuhren Beteiligte einfach weiter, ohne sich um die Folgen der Zusammenstöße zu kümmern. 204 Mal ließen die Flüchtigen sogar einen Verletzten zurück. Das Gute: Fast jeder zweite Straftäter (insgesamt 1999) konnte ermittelt werden.