Polizei warnt weiter vor gefährlichem 63-Jährigen Mörder aus Bonn ist noch auf der Flucht

BONN · Der am vergangenen Donnerstag während eines begleiteten Ausflugs auf Kölner Weihnachtsmärkte entflohene gefährliche Straftäter Otto Krüger, der 1998 in Bad Godesberg seine 78-jährige Nachbarin totgetreten hat, ist nach wie vor nicht gefasst.

Und bei der Bonner Justiz fragt man sich, warum der 63-jährige Hilfsgärtner, der 1999 vom Bonner Schwurgericht als schuldunfähig und hochgefährlich in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht wurde, überhaupt Ausgang bekam.

Denn der Mann, den der Gutachter als debil und unter Alkoholeinfluss als aggressiv einstufte, steht nicht kurz vor der Entlassung aus der Klinik.

Wie Monika Volkhausen, Sprecherin der für die Strafvollstreckung zuständigen Bonner Staatsanwaltschaft, am Montag auf Anfrage erklärte, wurde aufgrund eines neuen Gutachtens die Fortdauer der Unterbringung des Mannes angeordnet. Umso erstaunlicher, dass er begleiteten Ausgang auf die Kölner Weihnachtsmärkte mit dem Menschengewimmel erhielt.

Der zuständige Bonner Staatsanwalt erließ Unterbringungsbefehl und leitete die Öffentlichkeitsfahndung ein. Krüger hatte am 11. Februar 1998 unter Alkoholeinfluss die Frau, die immer freundlich zu ihm gewesen war, in deren Wohnung brutal getötet. Laut Gutachten kann er seine Impulse nicht beherrschen und wird in Kombination mit Alkohol hoch aggressiv.

Die Polizei warnt vor Krüger, der sich auch in Troisdorf aufhalten könnte, und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0228/150.

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