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Müll am Bonner Bogen: Bonnorange stellt größere Mülleimer auf

Müll verärgert Bürger : Bonnorange stellt größere Mülleimer am Bonner Bogen auf

Einwegverpackungen für Speisen verstopfen die Papierkörbe am Rheinufer in Beuel. Für Abhilfe am Bonner Bogen sorgt Bonnorange mit größeren Abfallbehältern.

Pizza, Pasta, Antipasti: Trotz des Lockdowns und vorübergehender Restaurantschließungen wollen viele auf ihre Lieblingsgerichte aus der Gastronomie nicht verzichten. Nicht selten wird das Essen gleich in Nähe des Lokals eingenommen. Mit der Folge, dass Einwegverpackungen schnell die Mülltonnen in der Umgebung verstopfen und Abfall neben den Behältern abgelegt wird.

Marco Rudolph, Beueler CDU-Bezirksverordneter, hat dies besonders am Rheinufer im Bereich des Bonner Bogens beobachtet. Das sehe nicht nur unappetitlich aus, sondern er befürchtet zudem, dass Ratten und anderes Ungeziefer angezogen werden. Eine Beobachtung, die Fenja Wittneven-Welter (SPD) ebenfalls gemacht hat. „Viele holen sich ihr Essen im Restaurant und setzen sich dann an den Rhein zum Essen“, erklärt sie. „Mir ist auch aufgefallen, dass es dort ein Müllproblem gibt.“

Gespräch mit Bonnorange und Franchisenehmer

Rudolph hat sich deshalb an Bonnorange sowie den Franchisenehmer des Restaurants gewendet. Mit Erfolg:  Beide haben bereits auf die Kritik reagiert und für Abhilfe gesorgt. „Wir haben mit Beginn des Lockdowns überall in der Stadt registriert, dass mehr Einwegverpackungen in die Papierkörbe geworfen werden“, erklärt Jérôme Lefèvre, Sprecher des kommunalen Müllentsorgers Bonnorange. Um das Problem am Beueler Rheinufer schnell in den Griff zu bekommen, hat das Unternehmen gleich mehrere größere Abfallbehälter in Rheinufer-Nähe aufgestellt. Gleichzeitig werde genau dokumentiert, welche Müllmengen jeweils entsorgt werden müssen, um schnell zu reagieren und die Entsorgungsintervalle anzupassen, ergänzt er. „Wir gehen davon aus, dass dadurch das Stadtbild in dieser schönen Ecke Bonns deutlich verbessert wird“, hat Bonnorange Rudolph mitgeteilt.

Positiv ist auch die Resonanz des Restaurantbetreibers. Zum einen würde man für die Zukunft den Einsatz von Mehrwegverpackungen prüfen, zum anderen sei man aber auch schon selbst aktiv geworden, sagt Kent Hahne für den Franchisenehmer. So werde das Lokal in regelmäßigen Abständen eine eigene „Müll-Polizei“ nach draußen schicken. Die Mitarbeiter würden gegebenenfalls den Abfall einsammeln und in den größeren Müllbehältern entsorgen. „Wir wollen auch, dass das Umfeld unseren Restaurants ansprechend aussieht“, so Hahne.„Ich bin froh, dass Restaurants durch solche Angebote überleben können. Wenn dann auch noch das Müllproblem gelöst wird, bin ich zufrieden“, meint Wittneven-Welter.