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Kölnstraße in Bonn: Nach Tod eines 47-Jährigen äußern sich Augenzeugen

Kölnstraße in Bonn : Nach Tod eines 47-Jährigen äußern sich Augenzeugen

Die Mitglieder eines türkischen Kulturvereins äußern sich nach dem Tod eines 47-jährigen Mannes an der Kölnstraße zum mutmaßlichen Hergang. Das Opfer sei bei einer Auseinandersetzung geschubst worden und unglücklich gefallen.

Nach dem Tod eines 47-jährigen Mannes haben sich Mitglieder eines türkischen Kulturvereins zum mutmaßlichen Ablauf des Geschehens an der Kölnstraße geäußert. Das Opfer sei bei einer Auseinandersetzung geschubst worden und unglücklich gefallen, berichtete ein Augenzeuge dem GA am Mittwoch.

Laut Polizei spielte sich die Auseinandersetzung am 13. Juli im oder vor dem Vereinslokal ab. Zwei Tage später starb der 47-Jährige an den Folgen einer Kopfverletzung im Krankenhaus. Ein 59-Jähriger stellte sich vier Tage nach der Tat und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Ihm wird Totschlag vorgeworfen, eine Mordkommission ermittelt.

Nach Auskunft mehrerer Vereinsmitglieder, die nicht namentlich genannt werden wollen, kannten sich der 47-Jährige und der Tatverdächtige nicht. „Der 59-Jährige saß mit anderen an einem Tisch, als der Mann hereinkam“, sagte ein Augenzeuge. Normalerweise haben nur Mitglieder Zutritt zu den Vereinsräumen, der 47-Jährige sei kein Mitglied. Er soll einen alkoholisierten Eindruck gemacht und sich auf einen Computertisch gesetzt haben. „Alle Anwesenden forderten ihn mehrfach auf, sich auf einen Stuhl zu setzen“, so ein Vereinsmitglied.

Auch der 59-jährige Tatverdächtige, der häufig zum Kaffeetrinken in das Lokal komme, habe demnach seine Stimme erhoben. „Irgendwann stand der 47-Jährige auf, hatte die linke Hand hinterm Rücken und ging auf ihn zu“, berichtete der Zeuge. Danach soll der 47-Jährige angefangen haben, Arabisch mit dem 59-Jährigen zu sprechen. „Er soll den Mann und seine Familie beleidigt haben“, sagte das Vereinsmitglied. Genau wisse er es aber nicht, da er selber kein Arabisch spreche. Dies hätten ihm andere Zeugen später berichtet.

Der 59-Jährige soll den 47-Jährigen geschubst haben, woraufhin dieser mit dem Kopf auf den Boden aufschlug. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, heißt es im Verein. Laut dem Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender laufen die Ermittlungen zum genauen Tathergang noch. „Der Tatverdächtige selbst macht keine Angaben zur Sache“, erklärte Faßbender am Mittwoch. Zeugen hätten zunächst unterschiedliche Aussagen gemacht. So sei noch Teil der Ermittlungen, ob sich der Vorfall innerhalb oder außerhalb des Vereinslokals abgespielt habe.