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Nena, Brings und Culcha Candela: Ab dem Wochenende Konzerte in der Rheinaue in Bonn

Nena, Brings, Culcha Candela : Das sind die Konzerte in der Bonner Rheinaue

Nicht mit Lärm, sondern mit Biergartenatmosphäre wollen die Bonnlive-Macher bei den Kulturgarten-Konzerten in der Rheinaue punkten. Am Wochenende geht es los, derzeit wird noch die Bühne aufgebaut.

Die Rheinaue wird trotz der Corona-Krise bis zum Wochenende zu einer Konzertfläche ausgebaut: Im Kulturgarten werden vorerst bis Ende August unter anderem Nena, Brings und Culcha Candela, aber auch das Junge Theater Bonn auftreten. Dafür ist der Bereich rund um die Blumenwiese bereits jetzt abgesperrt. Anders als sonst üblich gibt es keine laute Konzertbeschallung, sondern „eher Biergartencharakter“, wie Mitveranstalter Julian Reininger sagt.

Derzeit bauen die Helfer die Bühne in der Rheinaue auf. „Sie ist größer als die, die wir bei den Autokonzerten am Westwerk hatten“, erklärt Reininger. Seine Eventagentur Fünfdrei und Rheinevents hatten dort mehrere Wochen lang Konzerte angeboten, die nur in Autos besucht werden konnten. Auch wenn beides unter der Marke Bonnlive läuft, gibt es – bis auf die Deko und das Team – gravierende Unterschiede. Bei den Autokonzerten kam die Musik über das Radio, in der Rheinaue aus Lautsprechern. „Sie sind nicht so groß wie sonst üblich, sondern kleiner und auf dem Gelände verteilt“, sagt Reininger.

Die Besucher sitzen auf Bierbanken, nutzen Liegen oder abgetrennte Wiesen-Parzellen als Picknick-Plätze. „Es wird nicht so laut sein, man soll sich nicht anbrüllen müssen, um sich zu unterhalten.“ Dennoch hat man bei Licht- und Tontechnik aufgestockt. Trotz der Picknick-Atmosphäre dürfen die Besucher keine eigenen Speisen und Getränke mitbringen. „Es gibt ein Catering des Parkrestaurants Rheinaue, das die Besucher an ihren Plätzen zu üblichen Restaurantpreisen bedient. Diese Einnahmen sind wichtig für uns“, so Reininger.

Das gesamte Gelände ist für knapp 2000 Besucher ausgelegt, weshalb ein Hygienekonzept aufgestellt werden musste. So muss man beispielsweise einen Mundschutz tragen, wenn man sich auf der Fläche bewegt. Damit sich niemand in die Quere kommt, gilt auf allen Wegen eine Einbahnstraßenregelung. Menschentrauben oder lange Warteschlagen wollen die Veranstalter durch Kontrollpersonal und Bodenmarkierungen ausschließen. Sollte es in der Praxis Schwachstellen geben, werde man schnell nachbessern. Um zu vermeiden, dass sich außerhalb des Geländes Menschen versammeln, um die Konzerte zu verfolgen, werde man an einigen Stellen zusätzliche Bauzäune aufstellen.

Der Kartenverkauf sei bislang „durchschnittlich gut“ gelaufen. Die ersten Konzerte von Bukahara (16. Juli) und Brings (17. Juli) werden nach Reiningers Einschätzung den Verkauf noch einmal ankurbeln. „Dann wissen die Leute, was sie erwartet.“ Nur das Wetter können einem noch einen Strich durch die Rechung machen. „Für diesen Fall verteilten wir kostenlos Regencapes.“

Vorerst läuft das Programm bis Ende August. Fünfdrei und Rheinevents behalten sich aber vor, es noch zu erweitern. „Die Autokonzerte sollten ursprünglich auch nur einen Monat dauern, daraus wurden dann anderthalb. Wir wussten bis vor ein paar Wochen selber noch nicht, dass wir in die Rheinaue gehen“, sagt Reininger.