1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Weniger Ampelüberquerungen: Neue Brücke am Hauptbahnhof erleichtert den Fußweg

Weniger Ampelüberquerungen : Neue Brücke am Hauptbahnhof erleichtert den Fußweg

Seit Montag wird in Bonn die neue Fußgängerbrücke zwischen dem Parkhaus an der Rabinstraße und dem Gleis 1 des Bonner Hauptbahnhofs installiert. Die Arbeiten ziehen Sperrungen nach sich.

Das neue Parkhaus am Bonner Hauptbahnhof ist eine feine Sache für Auto- und Radfahrer, doch müssen die Parker bislang zwei Ampeln an der Thomas-Mann-Straße kreuzen und etwas weiter eine dritte, um beispielsweise das Bahnhofsfoyer zu erreichen. Das wird sich bald ändern. Die Stadt lässt parallel zur Trasse eine Fußgängerbrücke zwischen dem Parkhaus und Bahnsteig 1 einbauen. Sie ermöglicht Pendlern ebenfalls eine schnellere Verbindung zwischen dem Bahnsteig und den Straßenbahn- und Bushaltestellen an der Thomas-Mann-Straße.

Die Stahlkonstruktion ist am Montag per Schwerlasttransport zu ihrem Bestimmungsort an der Nordunterführung gebracht worden. Unter der Leitung von Ingenieur Lorenz Cornelissen haben die Bauarbeiter sie bereits ab den Vormittagsstunden eingelassen. Zuvor wurden die Widerlager für den Einbau vorbereitet. Um das zwölf Tonnen schwere Bauwerk zu installieren, steht es vorerst auf provisorischen Stützpfeilern. Letztlich werden sie verschwinden. Der Stahlbogen über der rund 27 Meter langen und etwa drei Meter breiten Brücke, der am Nachmittag eingesetzt wurde, verteilt das Gewicht auf die Widerlager an den beiden Enden. 

Der Bogen sitzt wiederum auf sechs Trägern auf, die senkrecht mit der Brücke verbunden sind. Wie Cornelissen sagte, sei es anschließend daran, die Teile miteinander zu verschweißen. Noch bis Freitag dieser Woche bleibt die Herwarthstraße für jegliche Verkehrsteilnehmer gesperrt. Auch die unter der Nordunterführung herfahrenden Nahverkehrsbusse der Stadtwerke fahren Umleitungen. Im Anschluss müssen die Hilfsstützen die Konstruktion noch eine Zeit stützen. Vom 13. bis zum 23. November ist die Nordunterführung deshalb nur halbseitig befahrbar. Eine provisorische Ampel regelt den Verkehr an der Engstelle. Im Anschluss muss noch eine Abnahme und Freigabe erfolgen.

Bei den Bauarbeiten kommt auch ein 180 Tonnen schwerer Kran zum Einsatz. Weil die Gefahr bestehe, so Cornelissen, dass der Kran beim Rangieren in die Oberleitungen der nahen Bahntrasse geraten könnte, erfolgte der Einbau am Montag zeitlich parallel zu Arbeiten am denkmalgeschützten Dach der Deutschen Bahn. Die sogenannten Sperrzeiten sind von langer Hand angemeldet. Aus diesem Grund fuhren die Bahnen an diesem Tag nicht auf den Gleisen eins und zwei.

Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) fördert das rund 560 000 Euro teure Projekt mit 481 000 Euro, teilte die Stadt mit. Das entspreche etwa 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von rund 535 000 Euro.