Fußballspielen ohne Pfützen Neue Kunstrasen-Anlagen in Bonn

Endenich · Stadt, Verein und Schulen weihten am Samstag offiziell den Kunstrasen in Endenich ein. Trotz des schlechten Wetters spielten die Sportler fröhlich auf dem neuen Platz.

 Die Jugend des FV Endenich weiht den Kunstrasenplatz mit einem Spiel gegen eine Auswahl der Karkl-Simrock-Schule ein.

Die Jugend des FV Endenich weiht den Kunstrasenplatz mit einem Spiel gegen eine Auswahl der Karkl-Simrock-Schule ein.

Foto: Stefan Knopp

Über das neue Entwässerungssystem, das die Stadt unter dem Endenicher Sportplatz hat anlegen lassen, waren am Samstag alle froh, die zur offiziellen Einweihung des Kunstrasenplatzes gekommen waren. Denn es regnete ununterbrochen, aber der Platz stand trotzdem nicht unter Wasser – das wäre vor dem Umbau auf dem Aschenplatz noch anders gewesen. Die Kinder und Jugendlichen des Fußballvereins Endenich 1908, der Karl-Simrock-Hauptschule und der Matthias-Claudius-Grundschule konnten es dennoch kaum erwarten, dass endlich die Eröffnungsspiele angepfiffen wurden.

Offiziell war die Einweihung deshalb, weil die 17 Mannschaften des FV Endenich schon seit Anfang des Jahres wieder dort spielen. In diesem Jahr wurde vorrangig die Kunststofflaufbahn rund um die Spielfläche angelegt. Insgesamt 1,2 Millionen Euro hat sich die Stadt den 14. Kunstrasenplatz kosten lassen. Die Maßnahmen hätten sich ein wenig verzögert, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Denn im Sommer 2016 musste eine Fliegerbombe ohne Zünder entfernt werden, die am Endenicher Bach gefunden wurde.

Er dankte auch den Vereinsangehörigen, die ehrenamtlich Zeit und Arbeit in den Umbau gesteckt hatten. „Es geht nicht ohne Vereine.“ Der Sport verbinde Jung und Alt miteinander. „Das ist auch für die Schulung sozialer Kompetenzen und die Integration wichtig.“

Es sei für die Jugend sehr motivierend, „dass man auf schönen Plätzen spielen kann“, sagte Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners. Da fühle man sich von der Stadt wertgeschätzt. Auch Vereinsvorstand Hans-Josef Müller dankte der Stadt. Dann wurde der Platz durch den evangelischen Pfarrer Uwe Grieser und den katholischen Diakon Jens Freiwald gesegnet und ein Band durchgeschnitten. Dann gaben die beiden Bürgermeister jeweils den Anstoß für die Spiele: Teams der beiden Schulen, die ebenfalls die Anlage nutzen, spielten gegen altersgerechte Mannschaften des FV.

Die Spieler des Vereins freuen sich über den neuen Belag. „Im Gegensatz zur Asche ist das super“, meinte Gökhan Ünal, Stürmer der ersten Seniorenmannschaft. Der Kunstrasen sei vor allem enorm wichtig für das Wintertraining. Für Mittelfeldspieler Jan Werner ist das der ausschlaggebende Vorteil, ansonsten wäre ihm der Belag egal. „Ich habe mein Leben lang auf Asche gespielt.“

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