Pilotprojekt Neues Lehrgebäude der Bonner Uniklinik soll Zahnmedizin-Ausbildung verbessern

Bonn · An der an der Welschnonnenstraße entsteht derzeit ein neues Lehrgebäude der Uniklinik Bonn, dass die zahnmedizinische Ausbildung verbessern soll. Es handelt sich laut dem UKB um ein in Deutschland einmaliges Pilotprojekt.

 Der Rohbau des neuen Lehrgebäudes an der Welschnonnenstraße.

Der Rohbau des neuen Lehrgebäudes an der Welschnonnenstraße.

Foto: Benjamin Westhoff

Nachdem im April vergangenen Jahres der Grundstein gelegt wurde, hat das Universitätsklinikum Bonn (UKB) am Mittwoch Richtfest des neuen Lehrgebäudes für angehende Zahnärzte gefeiert. Finanziert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft soll dieses Zentrum die Lehre durch moderne Ausstattung und Lehrmethoden unterstützen.

Das neue Lehrgebäude, das direkt neben der bestehenden Zahnklinik des UKB an der Welschnonnenstraße errichtet wird, bietet laut Helmut Stark, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde des UKB, eine „Fülle von Ressourcen für Studierende der Zahnmedizin“. Neben Büro- und Seminarflächen werden modernste Patientensimulationseinheiten sowie digitale Laboratorien für virtuelle 3D-Zahnbehandlungen zur Verfügung stehen, so Stark. Dies schaffe ideale Voraussetzungen für eine zeitgemäße und praxisnahe Ausbildung. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, betonte in seinem Grußwort, „der Kern des Gebäudes ist die Technik, die das Lernen erweitern wird”.

„Nach der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr markiert das Richtfest einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des neuen Lehrgebäudes", erklärte Bernd Pötzsch, Studiendekan der Medizinischen Fakultät. Pötzsch betonte, dass die Lebenserwartungen steigen, was auch neue Herausforderungen für die Zahnmedizin mit sich bringe, doch das neue Lehrgebäude werde dabei helfen, die Entwicklung voranzutreiben. Stark erläuterte, dass im Erdgeschoss Funktionsbereiche wie die Cafeteria, Studiengangskoordination, Fachschaftsräume, Büros und Seminarräume ihren Platz finden werden. In den oberen Stockwerken werden Ausbildungslabore, ein Patientensimulationsbereich, ein propädeutischer Ausbildungsbereich, ein zahntechnischer Funktionsraum und mehr zur Verfügung stehen.

Dieses Lehrgebäude ist laut UKB ein Pilotprojekt und einmalig in Deutschland. Insbesondere die Möglichkeit, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln, sei neu. Der Neubau wird laut UKB eine Bruttogrundfläche von 5400 Quadratmetern und einen Bruttorauminhalt von 21.300 Kubikmetern haben und an den denkmalgeschützten Altbau der Zahnklinik angrenzen, zu dem ein barrierefreier Übergang geschaffen wird. Fachschaftsvertreter der Zahnmedizin, Leonhard Kowalczyk, erklärte im Namen der Studierenden, dass er das neue Lehrgebäude als große Chance sieht: „Es bietet viele neue Möglichkeiten und wird die Lehre weiterbringen.“

Stefan Weisskirchen vom Bauunternehmen Klein und Architekt Friedrich Hachtel hoben die Nachhaltigkeit des Gebäudes hervor. Sowohl Freiflächen Begrünung als auch Kühlanlagen, Photovoltaik-Solaranlagen und intelligente Fassadenkonstruktionen im Mix mit nachhaltiger Fernwärmeversorgung sorgen für einen CO2-neutralen optimalen sommerlichen Wärmeschutz und winterliche Beheizung. Insgesamt beläuft sich die Investition auf etwa 37 Millionen Euro. Stark betonte, dass sowohl der Zeitplan als auch das Budget eingehalten werden.

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