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Obstwiese in Röttgen soll unbebaut bleiben

Obstwiese in Röttgen soll unbebaut bleiben

Die Streuobstwiese an der Ecke Witterschlicker Allee und Hubertusallee bleibt Dorfgespräch. Hintergrund sind die Überlegungen des SPD-Ortsvereins, dort möglicherweise ein Mehrgenerationenhaus oder betreutes Wohnen für Senioren zu errichten.

Denn auch in Röttgen steigt der Anteil der älteren Bewohner kontinuierlich und am Bedarf solcher Einrichtungen besteht kein Zweifel, sind sich alle Fraktionen im Alten Rathaus einig. Doch die Bürger wehren sich gegen die Bebauung der Wiese, wie eine Anwohnerin in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Bonn erneut deutlich machte.

Die Wiese habe für die Röttgener nicht nur einen gewissen Freizeitwert und werde von Kindern gern als Spielfläche genutzt, sondern sie soll auch aus historischen Gründen unbebaut bleiben, forderte sie. Diese Wiese liegt nämlich genau an der historischen Sichtachse des ehemaligen barocken Schlosses Herzogsfreude.

Zudem befürchten die Anwohner bei einer weiteren Bebauung in dem ohnehin schon dicht besiedelten Gebiet, dass das Oberflächenwasser noch schlechter versickern kann und zusätzliche Kanäle verlegt werden müssten. Alternativ könnte stattdessen das ohnehin geplante und genehmigte Neubaugebiet Am Hölder für den Bau von betreuten Seniorenwohnungen genutzt werden, meinen die Bürger.

Dem Argument der Verwaltung, das liege für ältere Leute zu weit weg vom Ortszentrum, können die Antragsteller nicht folgen, zumal an der Reichsstraße in Höhe des Aldi-Marktes eine Bushalttestelle und ein Taxibus eingerichtet werden sollen. Ein Anliegen, dass bei allen Fraktionen auf offene Ohren stieß.

Die Interessen der Bürger sollen auf jeden Fall bei allen weiteren Planungen in Röttgen mit einbezogen werden, beschlossen die Bezirksverordneten. Außerdem soll die Stadtverwaltung nicht nur das Baugebiet Am Hölder, sondern noch weitere Freiflächen in Röttgen und Ückesdorf untersuchen, ob sie für den Bau von betreuten Seniorenwohnungen geeignet sind.