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Planungsausschuss: Wohnungen über Bonner Parkplätzen bauen

Prüfungsauftrag vom Planungsausschuss : Wo können Wohnungen über Bonner Parkplätzen gebaut werden?

Ein Koalitionsantrag schlägt konkrete Standorte vor, an denen eine Wohnbebauung über einer Parkfläche geprüft werden soll. Statt die Pakplätze abzubauen, sollten Stelzenbauten entstehen, auf denen dann Wohnraum ermöglicht werden soll.

Die Verwaltung soll prüfen, welche Parkflächen im Stadtgebiet für eine Wohnbebauung geeignet wären. Der Planungsausschuss hat am Mittwochabend eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Entscheidendes Gremium wird der Stadtrat sein. Der Vorschlag geht aus einem Koalitionsantrag hervor, der einige konkrete Standorte enthält. Die Verwaltung könne weitere geeignete Standorte benennen. Ziel ist es nach Ausführungen von Daniel Rutte, dem planungspolitischen Sprecher der Grünen, nicht, die Parkplätze abzubauen, um auf den Flächen Wohnungen zu errichten. Vielmehr ziele der Antrag darauf ab, Stelzenbauten über diese Plätze zu setzen, um die Wohnungsknappheit zu lindern. Zwei Punkte eines CDU-Änderungsantrags fanden zumindest im Ausschuss eine Mehrheit: Eine mögliche Bebauung sollte sich an der Umgebungsbebauung orientieren. Auch wäre die Option einer Tiefgarage zu prüfen.

Mehrere Standorte kommen in Frage

In ihrer Stellungnahme führt die Verwaltung aus, dass mehrere der von der Koalition genannten Parkplätze der Stadt gehörten. Dazu zählen beispielsweise der Parkplatz neben der Stadtbahnstation „An der Josefshöhe“ und der am Marthashof im Bonner Stadtbezirk, der Parkplatz Gotenstraße/Hindenburgallee und der Sportplatz am Sportpark Pennenfeld in Bad Godesberg, der Parkplatz Brüser Damm/Fahrenheitstraße in Hardtberg und der Parkplatz auf dem Heckelsbergplatz und an der Linkstraße/Hermannstraße in Beuel. Die Stadt will sich, sofern der Stadtrat zustimmt, zur Eignung dieser Plätze äußern.

Bert Moll (CDU) sagte, seine Fraktion halte die Idee für überlegenswert. Er sei aber auch kritisch zu betrachten. „Eine solche Bebauung darf kein verkehrspolitisches Instrument sein, um Parkplätze abzubauen.“ Folglich enthielt sein Änderungsantrag die Forderung, durch eine mögliche Bebauung dürften keine Parkplätze wegfallen. Eine Mehrheit fand die CDU dafür nicht. Schon aufgrund von Rampen, Stelzen und Aufzügen sei ausgeschlossen, dass sämtliche Parkplätze zu erhalten seien, so Rutte.