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Messe Woman & Work: Plattform für ambitionierte Frauen

Messe Woman & Work : Plattform für ambitionierte Frauen

7000 Besucherinnen kommen zur „Women & Work“ ins WCCB. Globalisierung und interkulturelle Kompetenzen waren der diesjährige Kongress-Schwerpunkt.

95 Aussteller waren im vergangenen Jahr bei der Messe „Women & Work“ dabei. Zwei Stunden mussten die Türen wegen Überfüllung geschlossen bleiben. Draußen bildete sich eine Schlange von mehreren hundert Metern. Geduldig harrten die Besucherinnen aus. Die Veranstalterin hat Konsequenzen gezogen: „Raus aus dem liebgewonnenen, aber viel zu kleinen Plenarsaal, rein in die Festhalle besonderen Ausmaßes“, sagte Melanie Vogel, Geschäftsführerin der Bonner „Agentur ohne Namen“, in ihrer Eröffnungsrede zur Messe „Women & Work“, die erstmals im Erweiterungsbau des WCCB stattfand.

Der Mut wurde mit einem Bescherrekord belohnt: Über 7.000 Frauen aus ganz Deutschland informierten sich bei der siebten „Women & Work“ an den Ständen von 111 Arbeitgebern, in Franchise- und Weiterbildungsforen, bei Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen. Globalisierung und interkulturelle Kompetenzen waren der diesjährige Kongress-Schwerpunkt.

Bei mehreren Veranstaltungen wurde der Frage nachgegangen, was Frauen im internationalen Kontext voneinander lernen und wie Austausch und Kooperation intensiviert werden können. Dabei wurde auch die Digitalisierung mit ihren Potenzialen für flexiblere Arbeitszeiten und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf thematisiert.

Auf der Suche nach dem Traumarbeitgeber

Über 1400 Studentinnen auf der Suche nach dem Traumarbeitgeber, Wiedereinsteigerinnen, Jobwechslerinnen und Frauen, die in Führungspositionen aufsteigen möchten, hatten sich im Vorfeld des Messe-Kongresses für Vier-Augen-Gespräche angemeldet. So konnten Recruiter und Bewerberin bereits auf der Messe prüfen, ob Berufs- und Karrierewünsche beider Seiten zueinander passen. „Wir suchen Frauen, die mehr als sieben Zentimeter nach oben wollen“, war auf einem Poster mit Fotos von etlichen Schuhen am Stand von Bosch zu lesen.

„Die Messe hier in Bonn ist die perfekte Plattform, um über unsere umfangreiche Karriereförderung für Frauen zu werben. Mit dem neuen Veranstaltungsort sind wir sehr zufrieden. Alles sehr angenehm“, lobte Bosch-Repräsentantin Corinna Herrmann. Der Tüv Rheinland warb unter anderem mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wir haben vergangenes Jahr an unserem Standort in Köln einen Betriebskindergarten eröffnet“, sagte Sabine Zanfrini, die die neue Location als „gelungen“ und „gut arrangiert“ bezeichnete.

Fünf Stunden musste das Team des Fraunhofer-Insituts am Münchener Flughafen wegen eines starken Unwetters am Freitagabend ausharren. „Der Stress hat sich gelohnt. Die Frauenmesse Bonn ist eine Top-Veranstaltung. Vielfältig und spannend. Ich bin oft auf Messen in ganz Deutschland. Das hier ist nicht nur einfach eine nüchterne Halle; das hat Stil und Ambiente“, sagte Corinna Garschke.

Publikumspreis für die Telekom

Dem konnte Katrin Sievers von Rewe nur zustimmen: „Eine klasse Location. Besser geht es nicht. Ein Aushängeschild für Bonn.“ Auch Uta Reckenfeldbäumer vom Erzbistum Köln war sehr zufrieden. „Eine tolle Atmosphäre. Man kann hier sehr gut vermitteln, welch positive Veränderungen es in der Frauenförderung im Erzbistum seit dem Antritt von Kardinal Woelki gibt.“

Den Publikumspreis erhielt die Telekom – für die besondere Wertschätzung von Frauen im Bonner Unternehmen. Auch im nächsten Jahr soll die Messe im Erweiterungsbau des WCCB stattfinden. Melanie Vogel: „Wir haben bereits viel neue Ideen.